Europa lebt gerade eine sehr lange Dürre- und Hitzeperiode. Handelt es sich dabei um eine Folge des Klimawandels? Was weiss man darüber wirklich? Immerhin hatten wir in der Tat auch schon früher heisse Sommer. Auch das globale Klima war nicht immer so wie heute. Zu den Ursachen vergangener Klimaveränderungen gehören Verschiebungen der Erdachse sowie Veränderungen der Sonneneinstrahlung und – wie heute – bei der Zusammensetzung der Atmosphäre. Aber ist das tatsächlich ein Argument gegen die These, dass es sich bei der aktuellen Wetterlage in ihrem Ausmass um eine Folge des Klimawandels handelt und dass dieser menschengemacht ist?

Man kann die Sache mit einem Würfel vergleichen.

Wenn man nur lange genug würfelt, wird jede Zahl gleich häufig geworfen. Es kann aber auch immer mal vorkommen, dass dieselbe Zahl zweimal hintereinander geworfen wird. Etwas seltener passiert dies dreimal und noch seltener viermal hintereinander. Das alles kann Zufall sein.

Nehmen wir als Beispiel die 6. Je öfter eine 6 hintereinander geworfen wird, desto stärker der Verdacht, der Würfel könne gezinkt sein. Und wenn man dann auch über lange Zeiträume sieht, dass die 6 deutlich häufiger vorkommt, als jede andere Zahl, dann ist der Verdacht sogar gut begründet.

Entdeckt man nun zusätzlich, dass der Würfel auf der Seite der 1 etwas schwerer ist, als auf den anderen Seiten, dann ist die Sache eigentlich klar. Kein vernünftiger Mensch würde dann noch an Zufall glauben. Denn eine Schwerpunktverschiebung zur 1 lässt erwarten, dass die 6 häufiger oben liegt und genau das ist, was man beobachtet.

So ist es auch mit dem Klimawandel. Die Klimawissenschaft sagt bei einer bestimmten Temperaturerhöhung eine bestimmte Häufung von heissen Sommern und Extremwetterereignissen voraus. Genau das beobachten wir. Im Grunde genommen ist das nur simple Physik. Beim gezinkten Würfel würde niemand mehr an Zufall glauben. Warum ist das beim Klimawandel so? Wer hat wohl ein Interesse daran, die Öffentlichkeit an den Ursachen des heutigen Klimawandels zweifeln zu lassen?

Übrigens, was eine wissenschaftliche Theorie – im Unterschied zum allgemeinen Sprachgebrauch – ist, kann man hier nachlesen.

3 Gedanken zu “Was hat die Theorie vom menschengemachten Klimawandel mit einem gezinkten Würfel zu tun? (Korrigiert)

  1. In der Aussage völlig einverstanden, jedoch wird die 6 öfters angezeigt, wenn sich der Schwerpunkt zur gegenüberliegenden Seite, also der 1 verschiebt.

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