Je liberaler der Markt, desto dreckiger der Strom

Einfach nur, weil die Menschen durch zu viel Auswahlmöglichkeiten überfordert werden. Steve Jobs wusste das und reduzierte die Anzahl der Modelle im Angebot. Gut wäre, wenn auch die Theorien des Liberalismus diese Realität anerkennen und widerspiegeln würden. Schliesslich wollen wir als Liberale uns dadurch von anderen abgrenzen: Politik, die sich an der Realität orientiert.

— Weiterlesen www.higgs.ch/je-liberaler-der-markt-desto-dreckiger-der-strom/51107/

Video-Calls hemmen die Kreativität, führen aber zu besseren Entscheidungen

Mehr und mehr Menschen arbeiten schwerpunktmäßig von zu Hause aus und treffen ihre Kollegen vor allem per Videokonferenz.

Video-Calls hemmen die Kreativität, führen aber zu besseren Entscheidungen Das besagt zumindest eine Studie, über die heute berichtet wurde:

www.wissenschaft.de/gesellschaft-psychologie/video-calls-hemmen-die-kreativitaet/

How Russia Is Using LinkedIn as a Tool of War

Has the Kremlin’s campaign to harass Putin’s critics on LinkedIn moved beyond the relative safety of the internet and into the streets?
— Weiterlesen www.newsweek.com/russia-putin-bots-linkedin-facebook-trump-clinton-kremlin-critics-poison-war-645696

Cynefin Modell und Stacey Matrix

Cynefin Modell und Stacey Matrix – Lehren fürs Campaigning und die Politik, denn beim Campaigning schon immer und in der Politik immer häufiger geht es um Lösungen für komplexe Herausforderungen.
— Weiterlesen leadership.doppler-manager.de/lean-management/cynefin-und-stacey/

Wissenschaftsgläubigkeit…

Wissenschaftsgläubigkeit…

Ich kann dieses Wort nicht mehr hören. Denn regelmässig wird es dazu missbraucht, von unbequemen Wahrheiten abzulenken, mit denen manche Menschen sich einfach nicht beschäftigen wollen, weil es sie zwingen würde, ihre Meinungen zu ändern und der Realität anzupassen.

Aber was heisst dieses Wort denn eigentlich? – Wer es verwendet, will damit zum Ausdruck bringen, dass die kritisierte Person blind den Erkenntnissen glaubt, die die Wissenschaft hervorgebracht hat. Subtil wird dabei zudem der Eindruck vermittelt, dass diese Erkenntnisse falsch sein könnten.

Wissenschaft ist eine Methodik, bei der es darum geht, so viel wie möglich über die Realität herauszufinden und Aussagen zu treffen, die man als wahr bezeichnen kann. Wissenschaft schafft (neues) Wissen, sie behauptet nicht, schon alles Wissen zu haben.

Am Anfang steht eine Idee, wie etwas sein oder funktionieren könnte. Das nennt man dann Hypothese. Kein Wissenschaftler würde eine Hypothese schon als wahre Erkenntnis bezeichnen. Sie ist nur eine Idee. Zuerst muss diese anhand von Experimenten auf ihren Faktengehalt überprüft werden. Erst wenn eine Idee – zum Beispiel wie viele mit SARS-CoV-2 infizierte Personen unter welchen Umständen sterben – kritisch und anhand von nachprüfbaren Fakten überprüft wurde und es nicht gelungen ist, ihr Gegenteil zu beweisen, erst dann wird eine Hypothese zur Theorie.

Natürlich passieren dabei auch Fehler. Menschen machen Fehler. Das ist völlig normal und Wissenschaftler wissen das. Sie setzen deshalb Methoden ein, die Fehler entdecken können. (Sehr gut beschrieben hier.) Wird ein Fehler entdeckt, werden Studien zurückgezogen, die diesen Fehler enthalten und man ändert seine Meinung. Dies ist aber keine Schwäche von Wissenschaft – weil ja jedem Fehler passieren – sondern im Gegenteil ihre Stärke. Nur wer Fehler erkennt und korrigiert, kann sich der Wahrheit nähern und echtes Wissen schaffen.

Die Erkenntnis, dass man Fehler machen kann, führt im übrigen auch dazu, dass man weiss, dass man nicht weiss, was man nicht weiss. Dies wird oft als Schwäche von Wissenschaftlern gesehen, dabei ist doch genau dies eine Stärke, denn sie spornt dazu an, kritisch zu bleiben, nach eigenen Fehlern zu suchen und sich ständig zu verbessern.

Listen Sie alle Personen auf, die noch nie einen Fehler gemacht haben (beziehungsweise das von sich behaupten), dann kommt dabei eine Liste von verblendeten Fundamentalisten, Scharlatanen oder Geistesgestörten heraus.

Das Wort Wissenschaftsgläubigkeit besagt, dass jemand an oder der Wissenschaft glaubt. Nun aber mal Hand aufs Herz. Wenn ich mich bei einem komplexen und vielleicht neuen Thema nicht auskenne, wem soll ich da am ehesten vertrauen und glauben? – Den Forschern, die sich tagein tagaus mit diesem Thema beschäftigen und dabei ständig versuchen, der Wahrheit so nahe wie möglich zu kommen – und genau deshalb nie sagen würden, sie wüssten schon alles – oder Personen, die von sich behaupten, schon alles zu wissen und selbst dann nicht ihre Meinung ändern, wenn man sie mit Fakten konfrontiert, die nicht zu ihrer Meinung passen, sie sogar widerlegen?

Die wissenschaftliche Methode hat uns Jahrhunderte lang ständig steigenden Wohlstand verschafft. Sie ist die Grundlage der Technik, mit deren Hilfe sie nun diffamiert wird. Es ist mir keine Methode bekannt, die mit einer dermassen grossen Sicherheit die eigenen Fehler gnadenlos entdeckt, offenlegt und korrigiert.

Ich bin stolz darauf, wissenschaftsgläubig zu sein. Denn es heisst nicht, dass ich blind vertraue. Es heisst, dass ich kritisch bleibe und auf das beste Pferd setze, das die Menschheit im Stall hat.

Wie profitorientierte 5G-Gegner uns durch Framing manipulieren

Wie profitorientierte 5G-Gegner uns durch Framing manipulieren

Michael Lieberherr, Communication Consultant bei Swisscom, zeigt in einem Blog-Artikel («Von Experimenten, Vogelsterben und Zellstress») eindrücklich auf, wie eine geschickte Wortwahl das Thema 5G in ein negatives Licht rückt. In der Fachsprache von uns Campaignern nennt man diese Technik «Framing».

Aus linguistischer Sicht ist die 5G-Debatte besonders aufschlussreich. Denn sie zeigt gut auf, wie das sogenannte Framing funktioniert. Framing stammt aus dem Englischen und bedeutet Rahmen. Je nachdem, wie man ein Thema in den Rahmen stellt, hat es beim Empfänger eine andere Wirkung.

Liest man sich den Artikel durch, stellt sich fast automatisch die Frage, ob Profis hinter der Erfindung und gezielten Verbreitung dieser Begriffe stehen. Wundern würde es mich nicht, denn die Erkenntnis, dass Desinformation zum Waffenarsenal der «hybriden Kriegsführung» gehört ist eigentlich nichts Neues. ReclaimTheFacts beleuchtet das in mehrere Blog-Artikeln. Z.B. hier («Verschwörungstheorien als Instrument der russischen Public Diplomacy und hybriden Kriegsführung»)

Natürlich können auch Laien und «Zivilisten» auf derartige Ideen kommen. Aber es ist ein häufig vernachlässigtes Faktum, dass das Verbreiten von Angst vor «Strahlung» ein lukratives Geschäftsmodell ist, denn im gleichen Zug, in dem angstmachende Informationen verbreitet werden, wird dann auch das Heilmittel angepriesen, in der Regel esoterischer Klimbim, dessen Wirkung noch viel weniger bewiesen ist, als die Schädlichkeit elektromagnetischer Strahlung – falls weniger als Null überhaupt möglich ist…

Mehr zu diesem Thema gibt es bei ReclaimTheFacts, z.B. hier («Erst Angst machen, dann abkassieren) und hier («Folge dem Geld… und entdecke rechnergestützte Propaganda»).

Mr. Campaigning hat ReclaimTheFacts im Mai 2020 lanciert, aus der Erkenntnis heraus, welch gigantische wirtschaftliche, gesundheitliche und gesellschaftliche Schäden durch die Erfindung und Verbreitung von Falschinformationen und Desinformation entstehen und entstehen können. Folgen Sie dem Blog oder melden Sie sich für den Newsletter an.

Wieso werden Gesetze mit jeder Revision komplizierter?

Mathematisch betrachtet sind Addition und Subtraktion gleichrangige Grundrechenarten. Doch im wirklichen Leben fügen wir anscheinend lieber etwas hinzu, als etwas wegzunehmen. Was man hat, das hat man – obwohl manchmal weniger mehr gewesen wäre.

Mehr dazu: https://www.spektrum.de/kolumne/wir-machen-dinge-lieber-komplizierter-als-einfacher/1867039

Meine „Anleitung zum Faktencheck“

„Wir geben Ihnen hier Tipps, wie Sie Falschmeldungen rasch erkennen und so mithelfen können, deren Verbreitung zu verlangsamen.“ – Mein Artikel im Topsoft-Magazin.
— Weiterlesen www.topsoft.ch/themen/anleitung-zum-faktencheck/

Weniger Tote, mehr Wachstum: Studie: No Covid für Wirtschaft am besten

Im Kampf gegen das Coronavirus ist die No-Covid-Strategie der beste Schutz für Menschenleben – und die Wirtschaft. Sie wird jedoch leider nur deshalb oft abgelehnt, weil sie nicht verstanden wird. Neue Studiendaten aus Frankreich zeigen, dass die volkswirtschaftlichen Schäden in Ländern mit solch einem Konzept deutlich geringer sind als etwa in Deutschland.
— Weiterlesen www.n-tv.de/wirtschaft/Studie-No-Covid-fuer-Wirtschaft-am-besten-article22470251.html

#NoNonsense bitte! – Republik

„Neue, digitale Formen des zivil­gesellschaftlichen Aktivismus entstehen. Das ist eine gute Nachricht – die aber auch auf erbitterte Ablehnung stösst.“

Daniel Binswanger liefert eine hervorragende Analyse der #NoLiestal-Kampagne und der am Thema vorbei zielenden Kritik daran.

Neu sind diese Campagning-Formen aber nicht. Mitmach-Kampagnen ähnlicher Art gibt es seit spätestens Mitte Neunziger Jahre. Die erste reine online Kampagne habe ich schon im Jahr 2000 organisiert. Mit der Plattform rinderwahnsinn.ch setzte ich mich für flächendeckende BSE-Tests ein, bis Migros und Coop das in ihren Schlachthäusern einführten.

Die aus Budgetgründen rein online geführte Kampagne war gerade rechtzeitig erfolgreich. Denn lange hätte es so nicht mehr weitergehen können und es hätte Aktionen auf der Strasse gebraucht. Sie waren auch schon in Planung, als die gute Nachricht kam.

Stellt sich also die Frage, wieso solche Ansätze als neu empfunden werden. Meine Hypothese lautet: weil die Gesellschaft heute digitalisierter ist und man dadurch einfach mehr Menschen erreicht.

Beispiel einer virtuellen Demonstration gegen Walfang, 2005 von Greenpeace International. 60’000 Teilnehmer.

— Weiterlesen www.republik.ch/2021/03/27/nononsense-bitte