Covid-Gesetz: Mit Freiheitsimpfler gegen Falschinformationen und Verschwörungsmärchen

Beim COVID-Gesetz geht es um viel mehr, als nur ums Zertifikat. Es geht um die Frage, ob wir politische Entscheidungen auf der Basis von Vernunft, Aufklärung und Wissenschaft treffen oder auf Basis von Falschinformation und Verschwörungsmärchen.
— Weiterlesen www.mittellaendische.ch/2021/10/21/covid-gesetz-mit-freiheitsimpfler-gegen-falschinformationen-und-verschwörungsmärchen/

Wie profitorientierte 5G-Gegner uns durch Framing manipulieren

Wie profitorientierte 5G-Gegner uns durch Framing manipulieren

Michael Lieberherr, Communication Consultant bei Swisscom, zeigt in einem Blog-Artikel («Von Experimenten, Vogelsterben und Zellstress») eindrücklich auf, wie eine geschickte Wortwahl das Thema 5G in ein negatives Licht rückt. In der Fachsprache von uns Campaignern nennt man diese Technik «Framing».

Aus linguistischer Sicht ist die 5G-Debatte besonders aufschlussreich. Denn sie zeigt gut auf, wie das sogenannte Framing funktioniert. Framing stammt aus dem Englischen und bedeutet Rahmen. Je nachdem, wie man ein Thema in den Rahmen stellt, hat es beim Empfänger eine andere Wirkung.

Liest man sich den Artikel durch, stellt sich fast automatisch die Frage, ob Profis hinter der Erfindung und gezielten Verbreitung dieser Begriffe stehen. Wundern würde es mich nicht, denn die Erkenntnis, dass Desinformation zum Waffenarsenal der «hybriden Kriegsführung» gehört ist eigentlich nichts Neues. ReclaimTheFacts beleuchtet das in mehrere Blog-Artikeln. Z.B. hier («Verschwörungstheorien als Instrument der russischen Public Diplomacy und hybriden Kriegsführung»)

Natürlich können auch Laien und «Zivilisten» auf derartige Ideen kommen. Aber es ist ein häufig vernachlässigtes Faktum, dass das Verbreiten von Angst vor «Strahlung» ein lukratives Geschäftsmodell ist, denn im gleichen Zug, in dem angstmachende Informationen verbreitet werden, wird dann auch das Heilmittel angepriesen, in der Regel esoterischer Klimbim, dessen Wirkung noch viel weniger bewiesen ist, als die Schädlichkeit elektromagnetischer Strahlung – falls weniger als Null überhaupt möglich ist…

Mehr zu diesem Thema gibt es bei ReclaimTheFacts, z.B. hier («Erst Angst machen, dann abkassieren) und hier («Folge dem Geld… und entdecke rechnergestützte Propaganda»).

Mr. Campaigning hat ReclaimTheFacts im Mai 2020 lanciert, aus der Erkenntnis heraus, welch gigantische wirtschaftliche, gesundheitliche und gesellschaftliche Schäden durch die Erfindung und Verbreitung von Falschinformationen und Desinformation entstehen und entstehen können. Folgen Sie dem Blog oder melden Sie sich für den Newsletter an.

«Neuer Anlauf für eine grüne FDP»

So schreibt der Nebelspalter gerade eben über einen Antrag des Forum Futur und der Umweltfreisinnigen St. Gallen, der morgen an der Parteipräidentenkonferenz der FDP Schweiz behandelt wird. Grundlage ist das Manifest von Rapperswil vom 18. Juni 2021. (Download weiter unten)

Aufgrund des Artikels könnte der falsche Eindruck entstehen, bei unserem Antrag ginge es um eine kurzfristige Aktion zur Rettung der bisherigen FDP-Umweltpolitik. Doch von Kurzfristigkeit kann keine Rede sein.

An den Grundlagen des Manifestes hatte ein kleines Team schon seit März 2020 gearbeitet. Und das Manifest ist auch von Gegnern oder Kritikern des vom Volk abgelehnten CO2-Gesetzes unterzeichnet worden. Das deutet darauf hin, worum es wirklich geht: um die Ausarbeitung einer Vision und Strategie für eine liberale Umweltpolitik, die von beiden Flügeln der Partei getragen wird.

Forum Futur und Umweltfreisinnige St. Gallen beantragen lediglich, den Ausarbeitungsprozess offiziell in Gang setzen zu können. Dabei geht es nur um die Organisation und das Aufgleisen des Prozesses. Inhaltlich ist noch gar nichts vorgegeben.

Hingegen ist klipp und klar festgehalten, dass das Projekt nur erfolgreich sein kann, wenn alle Flügel und Strömungen der Partei ausgewogen vertreten sind. Diese werden bei Annahme des Antrags so schnell wie möglich involviert, ganz sicher noch bevor es um Inhalte gehen kann. Erste Gespräche dazu haben auch schon stattgefunden, weitere werden stattfinden.

Es geht um eine neue Umweltpolitik, um Change Management innerhalb eines zunehmend disruptiven Umfelds und um den Brückenschlag innerhalb der FDP.

Mission impossible? – Wir werden es herausfinden.

Kommen bald Impfzwänge?

Vielerorts herrscht eine Zertifikatspflicht, bald könnte es keine Gratistests mehr geben. Gehen die Eingriffe nicht zu weit? Nein, im Gegenteil, findet der Zürcher Verfassungsrechtsprofessor Urs Saxer.

Ein hervorragendes Interview mit schönem Gruss an die Freunde der Verantwortungslosigkeit … ähm … Verfassung. Letzteres sollten sie nach diesem Interview eigentlich aus dem Namen streichen — Weiterlesen www.aargauerzeitung.ch/schweiz/coronapolitik-staatsrechtler-ueber-moegliche-impfzwaenge-man-kann-nicht-auf-jeden-einzelnen-ruecksicht-nehmen-ld.2194918

Der Kassenzettel der Eigenverantwortung: ein liberales ökonomisches Gedankenspiel | The Market

Köstlich:

«Mit Blick auf die Pandemiebekämpfung ist viel von Eigenverantwortung die Rede. Oft ist damit nur gemeint, jeder könne tun und lassen, was er will. Aus ökonomisch-liberaler Sicht ist das grundfalsch.

(… ) Maurer, der sich wie viele Nationalkonservative für einen Liberalen hält, will nun gerade nicht zu klaren Regeln greifen. Offenbar lehnt er sogar das fundamentale «Harm principle» des liberalen Philosophen John Stuart Mill (1806-1873) ab, wonach das individuelle Handeln, positiv gewendet, immerhin dann durch das Recht eingeschränkt werden darf, ja sogar muss, wenn es andere Menschen schädigt.

(…) Denn Eigenverantwortung bedeutet entgegen einem verbreiteten Missverständnis nicht bloss, dass sich jeder Mensch ungestört um seine eigenen Angelegenheiten kümmern möge. Vielmehr umschliesst sie immer auch die persönliche Verantwortung für die Mitmenschen.

Hier nun kann Eigenverantwortung nur heissen: Ich lasse mich vorsorglich aus freien Stücken impfen. Oder: Ich sperre mich, aus ebenso freien Stücken, auf vorerst unabsehbare Zeit hermetisch ein. Was attraktiver ist, mag natürlich jede und jeder selbst frei entscheiden.

(…) Selbst Smith zweifelte am menschlichen Gewissen (…) Smith gab sich keinerlei Illusionen hin: Unsere Urteile sind oft falsch. Wie sagte auch sein preussischer Zeitgenosse Immanuel Kant (1724-1804)? «Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.»

(…) Ohne Verantwortung kann es schliesslich keine Freiheit geben, und Verantwortung bedeutet Haftung.

Ökonomisch statt moralisch gefasst, müsste eine solche Haftung also eine Zahlungspflicht auslösen. In Rechnung zu stellen wären mindestens die angefallenen Behandlungskosten des Opfers, dessen Verdienstausfall sowie ein Schmerzensgeld, das umso höher ausfallen müsste, je schwerer die Symptome wiegen, oder gar eine Entschädigung der Hinterbliebenen. (Das Fass der Behandlungskosten des Verursachers selbst muss man an dieser Stelle nicht auch noch aufmachen.)

Die Haftungssumme bezöge sich indes nicht nur auf die erste angesteckte Person, sondern auf die ganze Kette an Ansteckungsopfern, die alle auf denselben Erstverursacher zurückgehen. Zudem bräuchte es einen pauschalen Beitrag zur Kompensation nicht nur der direkt Betroffenen, sondern auch der im pandemischen Geschehen zurückgeworfenen, im Alltag weiterhin gelähmten Gemeinschaft.

Keine Ahnung, wer das ausrechnen könnte, aber eins ist klar: Der Kassenzettel der Eigenverantwortung würde derart lang und die Summe so horrend, dass es kaum jemand mehr darauf ankommen lassen und auch nur eine Sekunde daran zweifeln würde: Die Alternative kann nur Impfen oder strikte Isolation heissen. »

— Weiterlesen themarket.ch/meinung/der-kassenzettel-der-eigenverantwortung-ein-liberales-oekonomisches-gedankenspiel-ld.5000

Geht nun von Geimpften die grösste Gefahr aus?

Geht nun von Geimpften die grösste Gefahr aus? – Nein, es ist viel komplizierter.
— Weiterlesen reclaimthefacts.com/2021/09/15/geht-nun-von-geimpften-die-grosste-gefahr-aus/

Campaigning Center als Galerie

Campaigning Center als Galerie

Letztes Jahr entschied Lorena, die Gunst der pandemischen Stunde zu nutzen und mit gleichem Pensum wie bei Mr. Campaigning eine Karriere als Künstlerin unter dem Pseudonym LOVA zu starten.

Dabei arbeitet sie teilweise mit Susan Brandy zusammen und hilft ihr, ihre Gedichte auf den guten Seiten zu illustrieren.

Zustande gekommen ist eine mittlerweile schon ganz beachtliche Sammlung an kapriziösen Gemälden, mit denen sie nun das Campaigning Center geschmückt hat.

Gäbe es keine Delta-Variante und wäre die COVID-19-Inzidenz nicht so hoch, wie sie ist, dann könnte sie nun eine Vernissage organisieren. Hoffen wir, dass die Impfrate nochmals mächtig zulegt und die Seuche bald der Vergangenheit angehört.

Bis dahin gilt: maximal zwei Personen, jeweils mit Covid-Zertifikat und FFP2-Maske, sind nach Terminvereinbarung willkommen. Auf sehr gute Durchlüftung wird dabei mittels CO2-Messgerät geachtet.

Bis dahin ist LOVA immerhin online zu besichtigen:

lorenavalentini.me

Übrigens, mein Social Media Profilbild (Gemälde) ist ebenfalls von ihr, wie auch das von Ständerat Ruedi Noser.

MUSS staatlicher Zwang den aggressiven Irrationalismus der „Corona-Leugner“ unschädlich machen?

MUSS staatlicher Zwang den aggressiven Irrationalismus der „Corona-Leugner“ unschädlich machen?

Der Philosoph Peter Sloterdijk über die Ignoranz von Corona-Leugnern im Brandeins-Magazin.

Mit den Werkzeugen der Philosophie, Logik, Analytik und Gehirn trifft er den Nagel auf den Kopf. Passt zu meinem früheren Beitrag, dass die Massnahmenbekämpfung Gift für unsere Freiheit ist.

Die sogenannten Querdenker kämpfen mit der Ignoranzwaffe, und zwar blank gezogen. Das sind Figuren wie aus dem Spätmittelalter, die den Weg in die Moderne und damit zu naturwissenschaftlicher Evidenz und zum Staatsbürgertum innerlich nicht mitgegangen sind. Das hat im Verwechseln der eigenen Wünsche mit der Welt etwas Kleinkindliches. Geistesgeschichtlich kann man das auf vorkopernikanische Weltbilder datieren, derer sie sich bedienen: Ich bin das Zentrum des Universums wenn es eine Sonne gäbe, wie hielte ich es aus, keine Sonne zu sein. Für Kleinkinder ist das eine gesunde Einstellung. Aber das Kleinkind hat, ob es ihm gefällt oder nicht, den Auftrag, erwachsen zu werden. Dem kann es sich nicht gut entziehen, zumindest nicht, ohne zu einer pathologischen Figur zu werden. Kleine Kinder wissen oft nicht, was sie werden wollen, aber sie wissen, dass sie erwachsen werden wollen.

Laden Corona-Leugner und andere Freunde des Irrationalismus zur Regression ein? Mit ihrer Hilfe kann man die Anstrengungen der Vernunft gegen kindliche Fantasien eintauschen?

Das ist der tiefere Sinn von Kleingruppen und sektenähnlichen Meinungsgenossenschaften. Man macht miteinander euphorische Erfahrungen in der Annahme des gemeinsamen privilegierten Zugangs zur Wahrheit. Während alle anderen im kapitalistischen Verblendungszusammenhang oder der Rothschild-Verschwörung gefangen sind, hat man selbst das Licht gesehen und wandelt auf Gipfeln der Hellsichtigkeit. Es gibt für den Selbstgenuss nichts Schöneres als solche Rausche des Irrsinns. Ich glaube, man muss heute über Aussteigerprogramme für Anhänger der Querdenker und anderer Regressionssysteme nachdenken.

Wie steigern wir die Impfquote?| by Opa Köbi

Wie steigern wir die Impfquote?| by Opa Köbi

Wir dürfen nicht alle Ungeimpften in denselben Topf werfen. Nicht alle Ungeimpften sind Impfgegner oder Impfverweigerer. Wir brauchen unterschiedliche Strategien für verschiedene Gruppen.
— Weiterlesen opakoebi.medium.com/wie-steigern-wir-die-impfquote-22c36b2e281c

Die Irrationalitäten der COVID-19-Diskussion

Die Irrationalitäten der COVID-19-Diskussion

Hervorragende Analyse zur Irrationalität der Debatten über die richtige Pandemiebekämpfung, in der unter anderem ein wichtiger Grundpfeiler des Liberalismus mit Füssen getreten wird – nämlich der, dass meine Freiheit dort endet, wo sie die Freiheit und Unversehrtheit der Anderen in Gefahr bringt. Wie ich schon vor kurzem schrieb: wer die Pandemiebekämpfung bekämpft (oder behindert) bekämpft damit auch unsere Freiheit. Liberal ist das nicht.

Epidemien müssen gemeinschaftlich bewältigt werden. Dabei würde es helfen, nicht ständig Schein­debatten zu führen.

Ein Risiko, sagt Luhmann, ist dann gegeben, wenn ich die Drohung eines potenziellen Schadens auf mich nehme, weil ich das so entschieden habe. Eine Gefahr hingegen definiert sich dadurch, dass mir potenzieller Schaden droht, weil andere das so entschieden haben. Man kann das Risiko einer Nicht-Impfung eingehen, wird für andere dadurch aber zur Gefahr.

«Die liberale Ideologie der Freiheit scheitert an der Differenz von Risiko und Gefahr», sagt Luhmann lapidar. Denn diese Ideologie beruhe auf der häufig illusorischen Prämisse, dass es «einen umfangreichen Bereich von Handlungs­möglichkeiten gebe, bei deren Wahr­nehmung man sich selbst nützen könne, ohne jemand anderem zu schaden». Und Luhmann fügt hinzu: «Dies alles ist so leicht zu durch­schauen, dass die Frage aufkommt, weshalb evident Unbrauchbares so engagiert vertreten wird.»

Warum wird Unbrauchbares so engagiert, ja obsessiv beschworen? Wir müssen impfen, impfen, impfen, die Kinder und die Immun­schwachen schützen, die Hospitalisierungen unter Kontrolle behalten. «Liberale» Sonntags­predigten und «ausgewogenen» Journalismus können wir uns sparen.

— Weiterlesen www.republik.ch/2021/08/28/die-beschwoerung-des-unbrauchbaren