„Wer den Bau von AKWs will, ist ein Etatist und glaubt nicht an den Markt“

„Wer den Bau von AKWs will, ist ein Etatist und glaubt nicht an den Markt“

So hat mein Weininger Kollege, FDP-Ortsparteipräsident Hans-Peter Stöckl den folgenden Artikel auf den Punkt gebracht.

Wer die bekannten Fakten nicht ausblendet und die Versprechen der Atomindustrie als das betrachtet, was sie sind (Versprechen), und wer gleichzeitig liberal denkt, kann Atomkraft unmöglich als Option für eine sichere Stromversorgung sehen.

Schon gar nicht für den Stromengpass der kommenden 10-15 Jahre, denn bis ein neues AKW steht, vergehen locker 20 Jahre. Dann jedoch wird ein AKW anmuten, wie heutzutage ein Röhrenfernseher im Multimedia-Geschäft.

Die heutige Strompreisexplosion ist bereits eine Kettenreaktion, weil Frankreich im Dezember ungeplant, oder geplant nur noch 41 GW von 61 GW Nuklearkapazität in Betrieb hatte. Im Januar mussten weitere 3 GW wegen Rohrrissen im Primärkühlkreislauf abgeschalten werden. Insgesamt sind ungeplant 11 GW ausser Betrieb. Dies hatte zur Folge, dass Europa massiv mehr Gaskraftwerke und Kohlekraftwerke mit Brennstoff versorgen musste. Weil diese Beschaffung kurzfristig erfolgen musste, wurden diese Brennstoffe auf dem Spotmarkt beschafft. Kohleschiffe und LNG Tanker wurden umgeleitet und die Beschaffung über Pipelines erhöht. Auch Russland hat 8% mehr geliefert. Die Folge ist, dass die Strompreise von 40 €/MWh Anfang 2021 auf über 150 €/MWh explodierten, sich die Gas-, Kohle- und CO2-Preise massiv erhöhten. Diese Effekte sind grösstenteils temporär, denn die Beschaffung wird nun langfristiger abgesichert werden. Neue AKWs: Frankreich hat ein neues Atomkraftwerk, Flamanville im Bau. Der Bauvertrag wurde 2005 an Areva vergeben. Die Inbetriebnahme wurde auf 2012 vorgesehen. Voraussichtlich wird Flamanville 2023, also nach 18 Jahren Bauzeit in Betrieb gehen. Die Kosten sind auf 19 Milliarden explodiert ( mit Bauzinsen – ohne werden 12 Mia angegeben). In Frankreich ist kein weiteres neuer Kernkraftwerk im Bau. Ein Kernkraftwerk kann nur mit vollständiger Übernahme aller Risiken durch den Staat und durch eine ausser Kraft Setzung des Strommarktes finanziert werden. So geschehen für das Kraftwerk Hinkley Point C in Grossbrittanien. Dort wird dem Kraftwerk ein Stromabnahmepreis von etwa 20 Rappen/kWh über 35 Jahre nach der kommerziellen Inbetriebnahme garantiert. Die Franzosen [Anm.: EDF baut die Anlage und ist faktisch illiquide] sind nicht in der Lage dieses Kraftwerk zu finanzieren und haben etwa 40% des Kraftwerkes an Chinesische Firmen verkauft. Nicht jedermann ist amused about this.

Fazit:

Wer den Bau von AKWs will, ist ein Etatist und glaubt nicht an den Markt. Eine FDP kann dies nicht vertreten.

Hans-Peter Stöckl, FDP-Gemeinderat Weiningen, Energiefachmann und -unternehmer

Stellungnahme der FDP Dietikon zur «Resolution zur Stromversorgungssicherheit» der FDP Schweiz

Stellungnahme der FDP Dietikon zur «Resolution zur Stromversorgungssicherheit» der FDP Schweiz

Die FDP Dietikon hat heute eine Stellungnahme zur «Resolution zur Stromversorgungssicherheit» der FDP Schweiz  veröffentlicht ((PDF-Download)).

Am 20. Januar hat die Parteipräsidenten-Konferenz der FDP Schweiz eine Resolution zur Stromversorgungssicherheit verabschiedet. Diese beinhaltet wichtige und richtige Vorschläge zur mittel- bis langfristigen Sicherung unserer Stromversorgung. Anders als sehr einseitig durch die Medien dargestellt, handelt es sich um ein sehr ausgewogenes und wohl durchdachtes Papier, das bis auf einen Satz auch durch die Fachkommission Umwelt und Energie FDP Kanton Zürich begutachtet und für gut befunden wurde. Insbesondere fordert die FDP Schweiz eine „Beschleunigung des Ausbaus von Erneuerbaren“ und „Erhöhung der Effizienz“, im Einklang mit einer verantwortungsbewussten, technologieneutralen Klima- und Energiepolitik. Leider wurde ein einzelner, kurzfristig eingebauter Satz falsch interpretiert. „So sind die Voraussetzungen zu schaffen, um namentlich KKW der neuen Generation zuzulassen“ wurde so verstanden, als ob die FDP Schweiz jetzt schon den Weg für Atomkraftwerke freimachen möchte. Wir interpretieren den Satz so, dass aktuell Atomkraftwerke nicht als Teil der Lösung betrachtet werden, dass es aber auch nicht verboten sein darf, auf diesen Entscheid zurückzukommen, falls irgendwann in der Zukunft neue Technologien und erprobte für die Sicherheit der KKW und die sichere Endlagerung der Abfälle zur Verfügung stehen sollten. Darüberhinaus könnte eine FDP in der Zukunft nur dann den Bau von Atomkraftwerken befürworten, wenn diese marktwirtschaftlich und ohne Marktverzerrung gebaut und betrieben werden können. Der Einsatz von Atomkraft darf auch nicht zu neuen Abhängigkeiten vom Ausland führen, Abfälle sind so weit wie möglich wiederzuverwenden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist keine dieser Voraussetzungen erfüllt. Deshalb sehen wir KKW nicht als Teil der Lösung. Die Debatte darüber sollte dann geführt werden, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind, falls es bis dahin überhaupt noch einen Bedarf geben sollte.

Dümmer geht‘s nimmer – das Geschwafel vom AKW-Technologieverbot [Updated]

Dümmer geht‘s nimmer – das Geschwafel vom AKW-Technologieverbot [Updated]

Man mag zur Atomkraft stehen, wie man will. Man kann die Tatsachen ausklammern, dass Atomstrom der teuerste ist, dass kein Elektrizitätsbetreiber hierzulande ein neues AKW bauen will, dass die Endlagerung noch lange nicht gelöst ist und Atomstrom frühestens in 20 Jahren fliessen würde, wir Lösungen für Klimaschutz und Stromversorgung aber schon in wenigen Jahren brauchen. Über diese Sachdiskussion mag ich mich hier gar nicht auslassen. Man kann Atomkraft gut finden, aber was die Parteipräsidenten-Konferenz vorgestern beschlossen hat, ist…

politischer Selbstmord.

Dass die Führung einer Kantonalpartei vier Wochen vor den Wahlen im Kanton die Diskussion über eine derart – auch innerhalb der Partei – umstrittene Technologie öffentlich lostritt, ohne dass diese Technologie irgendein Problem lösen könnte, das kann man nicht einmal als dumm bezeichnen. Das Ausmass an Dummheit ist dermassen, dass es kein Wort dafür gibt. Ein Fall für den Darwin Award… Dümmer geht‘s nimmer…

Es ist nicht dumm, Atomkraft zu befürworten. Vielleicht sind ja nicht alle Fakten bekannt. Aber es ist mehr als dumm und für den Wahlkampf selbstmörderisch, die Rückkehr zu einer höchst umstrittenen Technologie öffentlich zu fordern, die kein einziges unserer drängendsten Probleme zu lösen in der Lage wäre, die aber gewaltig polarisiert und der GLP Stimmen bringt. Dümmer geht‘s nimmer…

Es ist auch deshalb selbstmörderisch, weil die Partei sich damit als unzuverlässig und unglaubwürdigkeit outet. Dümmer geht‘s nimmer.

Versorgungssicherheit brauchen wir jetzt, nicht erst in 20 Jahren

Und weil sie als Lösung für den in wenigen Jahren drohenden Stromengpass eine Technologie vorschlägt, die frühestens in 15-20 Jahren zur Verfügung steht. Dümmer geht’s nimmer…

Atomkraft ist nicht liberal

Wenn man von wenigen zentralen Stromlieferanten abhängig ist, hat man weniger Freiheitsgrade als bei einer Vielzahl kleiner Lieferanten. Dass das nicht einleuchtet, ist mir ein Rätsel. Was bitte sehr soll an Atomkraft liberal sein??? Dümmer geht‘s nimmer…

Die FDP war noch nie gegen Technologieverbote

Evidenz: FCKW, Atombomben, automatische Waffen im Privatbesitz usw. Verbote schädlicher Technologien werden durch die FDP nicht abgelehnt, wie diese und andere Beispiele beweisen. Wer damit argumentiert, die FDP sei gegen Verbote, zeigt damit nur: Dümmer geht‘s nimmer…

Das Geschwafel vom Technologieverbot ist reine Augenwischerei

…ewiggestriger Kreise innerhalb und ausserhalb der Partei, um weniger helle Zeitgenossen zu verführen und um gegenüber Anderen zu kaschieren, dass man Atomkraft eigentlich gut findet, es aber nicht offen sagen will, weil man sofort mit den Fakten bombardiert würde, die dagegen sprechen. Eigentlich ganz clever… Wenn das allerdings jemand glaubt, gilt: Dümmer geht‘s nimmer…

Nicht besser wird es dadurch, dass es nicht einmal ein Technologieverbot gibt. Die Schweiz hat kein einziges Gesetz, in dem sich ein Verbot von Atomkraft finden würde. [Nachtrag: diese Formulierung ist missverständlich. Natürlich regelt Art. 12a des Kernenergiegesetzes ein «Verbot des Erteilens der Rahmenbewilligung für Kernkraftwerke». Aber damit ist Atomkraft nicht verboten, nur die Nutzung der Atomkraft. Ich muss zugeben, dass das nicht unbedingt leicht zu verstehen und auf jeden Fall leicht missverständlich ist, wie eine Diskussion auf Twitter zeigte. Ich würde es rückblickend anders formulieren.] Der Ausstieg ist in der Energiestrategie 2050 enthalten. Eine Strategie ist oder enthält aber kein Verbot. Die Parteipräsidenten-Konferenz hat also die Abschaffung eines Verbots gefordert, das es gar nicht gibt… Dümmer geht‘s nimmer…

Nun liegt es an der Delegiertenversammlung, den Kurs zu korrigieren. Leider ein paar Wochen zu spät für die lokalen Wahlen im Kanton Zürich, wo die Dummheit ihren Anfang nahm. Dümmer geht‘s nimmer…

Wir müssen die Lösung nicht suchen, denn…

wir haben sie schon zur Hand: schneller und massiver Ausbau der kostengünstigsten Stromversorgung – Solarenergie – so weit, dass sie auch im Winter genug Strom liefert (die Flächen sind vorhanden) und Verwendung des dann vorhandenen enormen sommerlichen Überschussstroms zur Produktion von synthetischen Treibstoffen mittels Power-to-X-Technologie.

Diese Technologie ist schon 100 Jahre alt und wird bei industriellem Ausbau rasch viel günstiger. So können wir auch den Langstrecken-Flugverkehr defossilisieren und die Defossilisierung des Strassenverkehrs beschleunigen. Atomkraft sieht dagegen ganz alt aus.

 

Engagiert für Dietikon und fürs Limmatfeld – ein Rückblick

Engagiert für Dietikon und fürs Limmatfeld – ein Rückblick
Seit vier Jahren bin ich nun bald Mitglied des Dietiker Stadtparlaments, des Gemeinderats. Wie es sich gehört, hatte ich im Wahlkampf diverse Versprechen abgegeben. Nun ist es Zeit für einen Rückblick. Was habe ich getan, was konnte ich erreichen? Mein Slogan «Fürs Limmatfeld in den Gemeinderat» war ein Versprechen, mich für das neue Quartier Limmatfeld einzusetzen. Mein erster politischer Vorstoss war schon gleich ein Postulat. Im Unterschied zu einer Interpellation – einer Frage an den Stadtrat, die im Gemeinderat begründet und diskutiert wird – bedeutet ein Postulat eine konkrete Aufforderung an den Stadtrat, einen Bericht zu erstellen. Mit dem Postulat Gesamtkonzept Rapidplatz (im Limmatfeld) wollte ich erreichen, dass die Massnahmen zur Belebung des Rapidplatzes aufeinander abgestimmt werden sollten, indem zuerst ein Konzept erstellt wird. Zwar wurde dies durch den Stadtrat befürwortet, aber das Konzept trotzdem nie erstellt. Stattdessen flossen die Überlegungen ein in den Dialog Stadtentwicklung, der ein Handbuch zur Freiraumgestaltung produzierte. Dieses in Kombination mit Leitplanken für den Rapidplatz haben zu ersten Massnahmen auf dem Rapidplatz geführt, die aufeinander abgestimmt werden konnten. Weitere werden folgen. Bei der Interpellation Sauberkeit Arkaden Heimstrasse (Interpellation) ging es mir um Unterstützung für das lokale Gewerbe, das sich über eine mangelnde Reinigung  vor den Geschäften beklagte. Die Stadt ist dort nicht zuständig, der Stadtrat versprach aber, sich bei den Verwaltungen für eine Besserung einzusetzen. Es passierte zwar lange Zeit nicht viel, aber die Situation ist heute besser als damals. Interessant war in diesem Zusammenhang die mitgelieferte Karte der Besitzverhältnisse der Flächen im Limmatfeld, die mich zum nächsten Thema führt. Parkplätze Limmatfeld (Interpellation) – dies war am 7. Juni 2018 ein Appell an den Stadtrat, entweder wieder Verhandlungen mit der Halter AG aufzunehmen oder sie zu verklagen, damit die Stadt endlich in den versprochenen Besitz der Parkplätze kommt, damit sie dort Blaue Zonen für die Einwohner einrichten kann und der besucherunfreundliche Bussenterror ein Ende findet. Bei diesem Thema mussten wir seitens Quartierverein Limmatfeld dranbleiben und nachdoppeln, aber wie es aussieht, wurde eine Lösung gefunden, die nach den Wahlen umgesetzt werden soll. Man darf gespannt sein. Ebenfalls am 7. Juni 2018 reichte ich noch eine Interpellation Standortförderung Limmatstadt AG ein, bei der es mir darum ging, sicherzustellen, dass dieses private Unternehmen die Steuergelder für die Standortförderung korrekt verwendet und nicht einseitig zur Unterstützung der dahinter steckenden Bauunternehmung. Insbesondere kritisierte ich, dass die Limmatstadt AG keine Vorstellung hatte, was das Limmattal einzigartig macht – eine Grundvoraussetzung für gutes Marketing. Seitdem hat sich auch hier einiges gebessert. Im Juli 2020 folgte eine Interpellation Bilanz Standortförderung durch die Limmatstadt AG. Im September 2018 folgte die Interpellation Infrastruktur-Unterstützung durch die Stadt für Quartiervereine woraufhin der Stadtrat versprach, neue und bestehende Quartiervereine bei Bedarf zu unterstützen, wenngleich sie korrekterweise vor allem durch Gemeinsinn getragen sein sollen. Eher ein Nebengleis war meine Interpellation zur Altlastensituation in Dietikon. Hintergrund war eine gewisse Besorgnis in der Bevölkerung aufgrund überraschend aufgetauchter Altlasten auf dem ehemaligen MADAG-Areal. Ein weiteres Versprechen lautete «Nachhaltige Arbeitsplätze durch Innovation». Diesem Ziel diente die Interpellation Umweltschutz schafft Arbeitsplätze. Schon 2016 hatte ich daran mitgearbeitet, Dietikon zu einem Zentrum für innovative Firmen im Bereich Nachhaltigkeit zu machen. Denn es gab und gibt in der Schweiz noch keinen Cluster für solche Firmen, einen Ort, an dem viele von ihnen ihren Sitz haben und sich untereinander austauschen können. Verschiedene Startups signalisierten mir hier einen Bedarf. Also arbeiteten der damalige Standortförderer Michael Seiler, im Auftrag von Alt Stadtpräsident Otto Müller, und ich an einem entsprechenden Konzept. Als ich Mitglied des Gemeinderats wurde, wäre das zu politisch gewesen und ich musste mich auf die Rolle zurückziehen, für die Idee möglichst viele Unterstützer zu bekommen. Weil es zu lange zu langsam vorwärts ging, reichte ich die Interpellation ein. Kurz danach wurde bekannt, dass die neue Wirtschaftsstrategie von Dietikon beinhaltet, dass unsere Stadt zum Cleantech Cluster werden soll. Aktuell befindet sich der Trägerverein kurz vor der Gründung. Mit meinem Netzwerk im Startup-Bereich und weil ich als Mitglied der Venture Kick Jury ständig neue Startups aus diesem Bereich kennenlerne, kann ich dann versuchen, diese zu einer Ansiedlung in Dietikon zu bewegen, so dass hier immer mehr nachhaltige Arbeitsplätze entstehen. Mit dem Ausbrechen der COVID-19-Pandemie 2020 musste das Parlament seinen Betrieb vorübergehend einstellen. Um zu verhindern, dass dies nochmals vorkommen könnte, organisierte ich eine virtuelle und fiktive Gemeinderatssitzung mit echten Mitgliedern des Dietiker Gemeinderats zur Unterstützung des Projekts «Pandemia Parliament». Die Medien berichteten. Im Februar 2021 folgte ein Postulat «Die kühle Stadt ist attraktiv». Darin fordere ich den Stadtrat auf, im Rahmen der Stadtentwicklung eine Strategie vorzulegen, die der Zunahme der Hitzetage aufgrund des Klimawandels gerecht wird, um die Lebensqualität unserer schönen Stadt auch in Zukunft zu erhalten. Die Antwort darauf fiel nur teilweise zufriedenstellend aus. Im Kommunalen Richtplans seien entsprechende Richtlinien enthalten. Jedoch bezieht sich z.B. Kapitel 4.13 auf neue – zukünftige – Bauten und Anlagen. Bestehende Bauten und Anlagen werden beim städtischen Klimamanagement nicht berücksichtigt. Doch auch sie beeinflussen die Lebensqualität und damit die Standortattraktivität des Wirtschaftsstandorts Dietikon. Der Kommunale Richtplan deckt deshalb nur die eine Hälfte dessen ab, was zu beachten ist. Die andere Hälfte fehlt. Eine übergeordnete Strategie würde beides gemeinsam betrachten und anhand klarer Zielvorgaben vielleicht auch noch weitere Massnahmen beschreiben. Bei diesem Thema wird es in Zukunft noch einiges zu tun geben. Im Juli wollte ich wissen (Kinderspielplatz auf dem Rapidplatz (Beantwortung Kleine Anfrage), was mit dem Budget von 49’000 Franken für einen Spielplatz auf dem Rapidplatz gemacht wurde, das ich in einer Kampfabstimmung mit knapper Mehrheit im November 2019 für das Budget 2020 durchsetzen konnte. Wie erwartet bekannte der Stadtrat, dass damit der Pumptrack auf dem Rapidplatz bezahlt wurde. Ich finde das einen guten Kompromiss, denn der Pumptrack hat den Platz wirklich belebt und es gibt dort immer viele Kinder, die dort spielen. Ebenfalls im Juli wollte ich wissen, ob das öffentliche WLAN, das als Teil einer Smart City Dietikon verkündet wurde, auf einem Smart City Konzept beruht (Smart City Konzept (Interpellation). Die Interpellation wurde vor wenigen Tagen beantwortet, kurz nachdem tatsächlich ein solches Konzept ausgearbeitet wurde. Ich werde mir nun noch anschauen, wie gut dieses Konzept ist. Mit Impfen und Schützen (Kleine Anfrage) wollte ich im August anregen, dass die Verwaltung sich für eine Verbesserung der katastrophal schlechten Impfquote in Dietikon einsetzt, doch leider ohne Erfolg. Meine letzte Interpellation in der laufenden Legislatur befasst sich wieder mit dem Limmatfeld. Ich wollte wissen, ob Polizeikontrollen gegen Zigarettenstummel entlang der Heimstrasse möglich seien. Denn Autofahrer, die dort im Stau stehen, werfen oft Zigarettenstummel auf die Strasse, und wenn die Polizei den Verkehr dort kontrolliert, was sie immer wieder tut, könnte sie auch gleich noch darauf achten. Die Interpellation ist noch nicht beantwortet. Noch nicht auf der Website der Stadt Dietikon veröffentlicht ist meine letzte Kleine Anfrage, mit der ich die Schulleitung auffordere, an den Dietiker Schulen repetitive Tests gegen die Ausbreitung des Corona-Virus durchzuführen. Die Limmattaler Zeitung berichtete. Eine Auswertung der Anzahl politischer Vorstösse hat schon im Frühling 2020 ergeben, dass bei einer Zahl von 36 Gemeinderatsmitgliedern jeder achte Vorstoss von mir alleine eingereicht wurde. Ich kann damit ruhigen Gewissens behaupten, von allen Gemeinderatsmitgliedern der für Dietikon und das Limmatfeld engagierteste Gemeinderat gewesen zu sein. Davon hat auch die FDP-Fraktion profitiert, denn 29 Prozent aller Vorstösse kamen von unserer Fraktion, obwohl wir nur 4 von 36 Sitzen haben. Das war vor fast einem Jahr. In der Zwischenzeit dürfte sich dieses Verhältnis noch weiter zu unseren Gunsten verschoben haben. Und ich habe meine Versprechen gehalten. Wer mich im Wahlkampf unterstützen möchte, kann hier einen Flyer herunterladen. Auch eine Spende zur Deckung der Kosten ist immer willkommen. Und nicht vergessen: am 13. Februar Liste 4 wählen.  Folgen Sie mir auf meinem BlogFacebook und Twitter oder melden Sie sich jetzt für meinen Newsletter an.

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Fürs Limmatfeld in den Gemeinderat. Am 22. März ist es soweit.

Als Otto Müller, Stadtpräsident von Dietikon, heute im Stadthaus das Ergebnis der Gemeinderatswahlen verkündete, traute ich zuerst meinen Ohren nicht. Obwohl meine Partei, die FDP.Die Liberalen Dietikon keinen zusätzlichen Sitz gewonnen hatte und obwohl noch nicht offiziell bekannt war, dass Philipp Müller in den Stadtrat gewählt wurde, nannte der Stadtpräsident meinen Namen als zukünftigen Gemeinderat.

Das war nur so zu erklären, dass ich eine Menge Stimmen von Wählern anderer Parteien erhalten hatte. Und in der Tat hatte ich 17 Stimmen von der SVP-Liste, 11 von der SP, 15 von der CVP, 10 von der GP, 2 von der EVP, 1 von der DP und 8 von der GLP. Vermutlich, weil ich fürs Limmatfeld angetreten bin, aber sicher auch, weil ich mich für eine nachhaltige Wirtschaft und Innovation engagiere.

Vielen Dank für jeden, der mir seine Stimme gegeben hat! Mir ist klar: Nun muss ich den Erwartungen gerecht werden. Das wird der wirklich anspruchsvolle Teil. In vier Jahren ist es dann Zeit, Bilanz zu ziehen. «An den Taten sollt Ihr sie erkennen»…

Verzicht auf Minergie kann sinnvoll sein

«Verzicht auf Minergie: Stadt erntet Kritik für überarbeitetes Bauprojekt» – so lautete kürzlich die Schlagzeile eines Artikels in der Limmattaler Zeitung. (Hier geht es zum Artikel.) Darin heisst es unter anderem:

Dass aus Kostengründen auf den Ausbaustandard Minergie verzichtet wird, überrascht. Ist Schlieren doch seit 1997 Trägerin des Labels Energiestadt und wurde seither drei weitere Male zertifiziert. Kritik kommt denn auch von den Ortsparteien, die sich für nachhaltige Bauweise einsetzen. Andreas Kriesi (GLP) etwa, findet, dass in diesem Projekt eine Sanierung zu Minergie-Standard sinnvoll sei. «Dies, wenn man davon ausgeht, dass die effektiven Kosten für den Minergie-Standard nicht mehr als zehn Prozent der Sanierung ausmachen sollten», sagt er.

Label geht nicht verloren
Aus Sicht von Manuela Stiefel ist es kein Problem, als Energiestadt auf eine Minergie-Sanierung zu verzichten. Zwar habe der Stadtrat vor anderthalb Jahren beschlossen, den Gebäudestandard 2015 von «Energiestadt Schweiz» zu übernehmen. «Es wurde jedoch explizit festgehalten, dass bei Renovationen nur dann Minergie zur Anwendung gelangt, wenn dies technisch und finanziell vertretbar ist», so Stiefel. Dies stehe nicht im Widerspruch zum Energielabel der Stadt. «Es besteht keine Gefahr, das Label zu verlieren, zumal die Stadt Schlieren in diversen anderen Bereichen wie Fernwärme, Photovoltaik-Anlagen und Holzbauten mit Material aus dem eigenem Wald punktet», sagt Stiefel.

Meine eigene Erfahrung stützt den Entscheid der Stadt. Auch der Limmat Tower verfügt über ein Minergie-Label. Dieses ist jedoch nicht über alle Zweifel erhaben. „Verzicht auf Minergie kann sinnvoll sein“ weiterlesen

AC/DC im Gemeinderat?

So lautet der Titel einer Werbekampagne, die ich gerade auf Facebook laufen habe. Sie richtet sich an AC/DC- und Hardrock-Fans aus Dietikon zeigt mich auf Fotos mit den AC/DC-Gitarristen Angus und Stevie Young, dem Schlagzeuger Chris Stade und dem Sänge Brian Johnson. 2015 durfte ich sie alle kennenlernen, in Zürich, London und Sydney. (Mehr darüber hier.) Was ist mit «AC/DC im Gemeinderat» gemeint? „AC/DC im Gemeinderat?“ weiterlesen

Wie die Digitalisierung die Menschlichkeit fördert und das Staatswesen fordert

Kurz nachdem wir 2015 nach Dietikon gezogen waren, wurde mir schnell klar, dass ich mich hier zum ersten Mal seit 1983 wirklich zuhause fühle. Da lag es nahe, dass ich die Anfrage, Präsident des Quartiervereins Limmatfeld zu werden, annahm, denn wo man sich zuhause fühlt, engagiert man sich auch gerne. (Ich zumindest.) Und als die FDP vorschlug, mich auf der Liste 4 nach ganz vorne zu setzen,um dem Limmatfeld Priorität einzuräumen, war auch hier die Zusage eine logische Konsequenz der ersten beiden Schritte. Und dennoch hatte ich immer auch noch das Gefühl, dass noch mehr dahinter steckt. Bis mir vor einer Weile auf dem Weg vom Bahnhof zum Limmat Tower plötzlich bewusst wurde, dass auch meine Überlegungen zur Digitalisierung eine bis dahin noch unterschwellige, unbewusste Motivation darstellten. Was steckt dahinter? „Wie die Digitalisierung die Menschlichkeit fördert und das Staatswesen fordert“ weiterlesen

Meh Blau für Dietikon

«Meh Blau für Züri» lautete der Slogan der FDP schon im Gemeinderatswahlkampf 2014, dessen Strategischer Wahlkampfmanager ich damals war. In dieser Funktion hatte ich auch den Spruch unter allen Vorschlägen ausgewählt. Er passte am besten zum Strategischen Campaigning Grundsatz Nr. 1 (Polarisieren, profilieren, positionieren). In Tat und Wahrheit jedoch ist Zürich jedoch vor allem Rot. Und zwar an der Ampel. (Dass ich da lieber mehr Grün sehen würde, kann ich mir aber knapp noch verkneifen. )

Vor Jahren sorgte ein Artikel der New York Times für Aufsehen, in dem ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes freizügig zugab, dass man dort Überstunden schiebt, um künstlich Stau zu produzieren, damit möglichst wenig Autofahrer den Weg in die Stadt suchen. Auf Druck der Behörden musste der Artikel wieder vom Netz genommen wurden, aber plausibel war er definitiv. Denn so klein Zürich ist, wie der Tages-Anzeiger vor ein paar Tagen berichtete, hat die Stadt einen undankbaren Spitzenplatz bei Staus inne: „Meh Blau für Dietikon“ weiterlesen

So wählen Sie richtig fürs Limmatfeld

Immer wieder werde ich gefragt, wie man bei den anstehenden Gemeinderats- und Stadtratswahlen richtig wählt. Anbei ein paar Erklärungen.

Grundsätzlich muss man wissen, dass der Gemeinderat das Parlament ist und der Stadtrat die Stadtregierung.

Einem Stadtrat kann man nur eine Stimme geben, einem Gemeinderat mehrere, indem man dessen Namen manuell mehrfach auf den Stimmzettel schreibt (so genanntes Panaschieren, was hier sehr gut anhand der Nationalratswahlen erklärt ist). Manche Namen stehen auch schon von vornherein mehrfach auf der gleichen Liste, wie in meinem Fall, der ich zwei Mal auf der Liste 4 stehe.

Damit unterstreicht die FDP Dietikon die Bedeutung, die sie einer Vertretung des Limmatfelds im Gemeinderat beimisst.

Mein Name ist der 5. auf der Liste 4 der Gemeinderatskandidaten. Auf dem ersten Platz ist Philipp Müller, der auch als Stadtrat kandidiert. Damit ich bessere Chancen habe, in den Gemeinderat gewählt zu werden, ist es wichtig, dass Philipp Müller in den Stadtrat gewählt wird. Denn dann rutsche ich einen Platz nach vorne und bin automatisch gewählt, wenn die FDP keine Stimmen verliert.

Schafft Philipp Müller es nicht in den Stadtrat, braucht die FDP 5 Sitze im Gemeinderat, also einen mehr als heute. Deshalb ist es sehr wichtig, die vollständige Liste 4 ins Stimmzettelkuvert zu tun und nicht einfach nur meinen Namen auf die Liste einer anderen Partei zu schreiben. Das erhöht meine Chancen mehr als Panaschieren.

Und so machen Sie es konkret:


  1. Unterschreiben Sie als erstes Ihren Stimmrechtsausweis.
  2. Nehmen Sie den Wahlzettel Erneuerungswahl des Stadtrates.
  3. Tragen Sie Philipp Müller und Roger Bachmann ein.
  4. Schreiben Sie als Stadtpräsident Roger Bachmann auf.
  5. Wählen Sie aus allen grauen Listen die Liste 4 FDP. Die Liberalen aus und reissen Sie sie von den anderen ab.
  6. Legen Sie beide Zettel (Stadtrats- & Gemeinderatswahlen) in Ihr Stimmzettelkuvert und verschliessen Sie es unbedingt. (Wenn Sie sich auch noch an den nationalen und kantonalen Abstimmungen beteiligen, müssen Sie auch diese zuerst ausfüllen und ins Stimmzettelkuvert legen).
  7. Fast fertig: Nur noch den Stimmrechtsausweis und Ihr Stimmzettelkuvert in Ihr Antwortkuvert legen und verschliessen.
  8. Bringen Sie es heute noch auf die Post!

 

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