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Muss Klimaschutz sado-madoschistisch sein, um das Klima zu schützen?

Ich werde oft gefragt, wieso ich bei meiner Vergangenheit FDP-Mitglied bin. Seit 1982 engagiere ich mich für Umweltschutz und nachhaltige Lösungen. Und zwar für Lösungen, die funktionieren. Am besten und am schnellsten funktionieren Lösungen dann, wenn es keinen Widerstand gibt. Leute wie der Autor dieses Artikel wie der vom 9. September 2019 „Klimaschutz im Konjunktiv“ haben das noch nicht verstanden. Der Autor die Meinung vertritt, eine Lösung müsse weh tun, damit sie das Klima schützen kann. Was ist das für ein Unsinn?

Anthony Patt, Martin Bäumle und ich haben einen Ansatz für eine Flugticketabgabe ausgearbeitet, an dem man sicher noch weiter arbeiten kann, der aber einen realistischen Weg aufzeigt, wie die Flugindustrie bis 2050 komplett CO2-neutral fliegen kann. Wie geschrieben, funktioniert das am schnellsten, wenn es keinen Widerstand gibt, damit wir möglichst schnell loslegen können. Aber genau das, dass wir einen Weg gesucht gaben, der niemandem weh tut, wird nun missbraucht, um uns zu unterstellen, wir würden es mit dem Klimaschutz nicht ernst meinen.

Wer solche Thesen vertritt, sollte sich ernsthaft hinterfragen, worum es ihm wirklich geht, um echten und wirkungsvollen Umweltschutz oder nur um das Ausleben eines verkappten Sado-Masochismus. Wegen solcher Leute habe ich mich vor langem von den Grünen abgewandt und wurde Mitglied der FDP. Weil ich Lösungen voranbringen will, die funktionieren und nicht einfach nur für gewisse Leute gut aussehen, weil sie (anderen und einem selbst) weh tun.

CO2 vermeiden ist wichtiger als Leute lenken!

— Weiterlesen klimalandschweiz.ch/2019/09/10/9-september-2019-klimaschutz-im-konjunktiv/

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