Dietikon: Setzt die Stadt ihre Daten smart ein?

Dietikon: Setzt die Stadt ihre Daten smart ein?

In der letzten Gemeinderatssitzung habe ich einen Vorstoss zum Umgang mit Daten im Rahmen der Smart-City-Strategie eingereicht, über den die Limmattaler Zeitung dann berichtet hat. Dabei geht es mir um die Frage, ob die Stadt ihre Smart-City-Strategie auch wirklich konsequent umsetzt, zum Besten der Gemeinde, oder ob es sich lediglich um ein halbherzig umzusetzendes Stück Papier handelt. Smart City heisst nämlich mehr, als 12 Seiten mit Papier zu füllen. Es bedeutet, konsequent alle zur Verfügung stehenden Daten und Informationen zu erfassen, zu bündeln und für eine intelligente Stadtplanung einzusetzen.

Anlass für die Interpellation war die Erkenntnis, dass die Verkehrsplanung ohne Informationen auskommen muss, die eine bessere Planung ermöglichen würden, weil sie nur beim Steueramt vorhanden sind, das sie aber nicht herausgeben darf. Dabei würde es völlig ausreichen, z.B. Informationen darüber, welche Typen von Firmen wieviele Mitarbeitende beschäftigen, in anonymisierter Form herauszugeben.

Nachdem ich mich bei der Verwaltung erkundigt hatte, ob dies wirklich so ist, reichte ich dann den Vorstoss ein, damit sich hier etwas bewegen kann. Der Stadtpräsident hat mich schon im Gespräch dafür kritisiert, weil es ihm und seiner Abteilung Arbeit verschafft. Ich bin aber überzeugt, das Beste für Dietikon erreichen zu wollen, lohnt den Aufwand.

Weiterlesen www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/region-limmattal/dietikon-peter-metzinger-fordert-die-stadt-soll-ihre-daten-smart-verfuegbar-machen-ld.2343121

Tages-Anzeiger betreibt wieder FDP-Bashing

Im heutigen Interview mit dem obersten Energiedirektor der Schweiz behauptet der Tages-Anzeiger, SVP und FDP forderten die Aufhebung des AKW-Bauverbots. Das stimmt in dieser verkürzten Form aber nicht für die FDP, nur für die SVP.

Die FDP fordert, dass darüber nachgedacht werden kann, wenn zuerst diverse Bedingungen erfüllt sind, von denen wir aber noch weit entfernt sind – zum Beispiel eine erprobte neue Generation von sichereren Reaktoren (bisher gibt es nur Computermodelle) und die Sicherheit der Endlagerung.

Die Positionen von FDP und SVP sind weit voneinander entfernt. Ich habe nun das Tages-Anzeiger-Korrektorat darauf hingewiesen und gebeten, mit diesem FDP-Bashing aufzuhören. Es ist nicht nur falsch, es schadet auch der energiepolitischen Diskussion. Man kann keine Lösungen finden, für die es einen gesellschaftlichen Zusammenhalt braucht, wenn die Positionen einzelner Akteure permanent falsch dargestellt werden.

Die Falschinformation zur FDP findet sich in diesem Artikel, der abgesehen davon eigentlich recht lesenswert wäre: www.tagesanzeiger.ch/der-bundesrat-soll-jetzt-die-strommangellage-ausrufen-801877201163

Science: What it is, how it works, and why it matters

«Science is the most reliable method of understanding objective reality because it recognizes and corrects for our individual limitations and biases. Finding consensus isn’t easy––or pretty––as each scientist is incentivized to find flaws or limitations in each other’s work, but claims that withstand the collective scrutiny of the scientific community become the facts, models, laws, and theories that are used to further expand the body of knowledge. 

Science created our modern world. It touches every aspect of our lives, from our health to the environment. The key to making good decisions, to knowing when someone is full of poo and trying to take advantage of you, is science literacy. 

Unfortunately, too many science classes focus on what science knows instead of how it knows, leaving too many unable to spot claims that seem scientific…but aren’t. Science literacy is more than memorizing facts – it’s understanding how the process of science works.

As the great Richard Feynman said, “Science is a way of trying not to fool yourself. The first principle is that you must not fool yourself, and you are the easiest person to fool.”»

Read the full article, please: skepticalscience.com/science-what-it-is-how-it-works-and-why-it-matters.html

Wiederholungen und Narrative in der Pro-Kremlin Desinformation

Wiederholungen und Narrative in der Pro-Kremlin Desinformation

Zu Beginn der Pandemie analysierte ich zufällig Fehlinformationen über und Desinformation zu 5G. Als die Pandemie ausbrach und 5G dafür verantwortlich gemacht wurde, hatte ich das Gefühl, dass die Verschwörungsmärchen und Narrative, die sich wie ein Virus ausbreiteten, das Ergebnis einer professionellen Desinformationskampagne sein mussten, mit dem Ziel, Unruhe zu stiften und unsere Gesellschaften zu spalten.

Ich fand dann in der tat einige Forschungsarbeiten, die meinen Verdacht bestätigten, indem sie die Strategie der hybriden Kriegsführung des Kremls analysierten, und veröffentlichte diese auf ReclaimTheFacts. Zum Beispiel diesen hier (Link klicken).

Ein charakteristisches Merkmal der kremlfreundlichen Desinformation ist Wiederholung. Trotz der ungeheuerlichen Behauptungen, die sie aufstellen, klingen die kremlfreundlichen Kanäle oft wie eine kaputte Schallplatte, die sich auf eine Handvoll grundlegender Botschaften für das nationale und internationale Publikum beschränkt. Das ist kein Zufall oder Versehen, sondern Absicht: Durch Wiederholungen klingen Lügen glaubwürdiger. Kreml-nahe Desinformationskanäle erreichen dies, indem sie sich an eine Reihe von wiederkehrenden Erzählungen halten, die als Vorlage für bestimmte Geschichten dienen.

Und das war es letztendlich, was mich zum Verdacht veranlasste, dass möglicherweise der Kreml hinter den vielen Falsch- und Desinformationen zu 5G und COVID-19 stecken könnte. Beweisen lässt es sich nicht, aber es lohnt sich, sich mit dem Thema zu beschäftigen, um sich ein besseres Bild der Bedrohungslage für unsere Demokratie machen zu können.

Der „drohende Zusammenbruch“ ist ein solches Desinformationsnarrativ, mit dem kremlnahe Medien ein Publikum ansprechen, das Angst vor politischen und sozialen Veränderungen hat. Lesen Sie hier weiter (auf Englisch): euvsdisinfo.eu/key-narratives-in-pro-kremlin-disinformation-part-4-the-imminent-collapse/

Maschinen können seit neustem Gespräche führen Bilder erschaffen

Maschinen können seit neustem Gespräche führen Bilder erschaffen. Schon 2016 haben wir uns in der Firma darauf vorbereitet. Seit kurzem nutzen auch wir ein neuronales Netzwerk, um schnell Texte zu entwerfen. Sehr hilfreich ist das zum Beispiel in Situationen der Krisenkommunikation oder beim Campaigning, wenn es einfach schnell gehen muss und man nur wenig Zeit zum Recherchieren und Zusammenstellen von Hintergrundinformationen hat. Die Qualität der Textbausteine ist wirklich beeindruckend.
— Weiterlesen www-nzz-ch.cdn.ampproject.org/c/s/www.nzz.ch/amp/folio/wie-lange-braucht-es-uns-noch-ld.1700707

FactSheet räumt mit Fragen und Irrtürmern zu eFuels auf

eFuels, synthetische Kraftstoffe, sind in aller Munde. Aber was ist das genau und welchen Beitrag können eFuels zum Erreichen der Klimaziele leisten? Dazu gibt es unterschiedlichste Aussagen. Mit einem Factsheet möchte die eFuel Alliance mit den häufigsten Fragen und Irrtümern aufräumen und die Potenziale von eFuels für den Klimaschutz aufzeigen. Ich nenne sie ja lieber Synfuels, weil sie nicht nur mit Strom („e“) hergestellt werden können, sondern auch mit gebündelter Sonneneinstrahlung. Das Schweizer Startup Synhelion ist dabei Pionier. Aber egal, ob e oder syn, beide erneuerbaren Treibstoffarten werden Steine in den Weg gelegt, von demagogischen Anhängern des Elektromotors („eTaliban“), die bewusst oder unbewusst Falschinformationen zum Thema verbreiten; z.B. dass Synfuel in grossen Mengen in Europa hergestellt werden soll. Das will nun wirklich niemand.
— Weiterlesen www.elektronikpraxis.vogel.de/factsheet-raeumt-mit-fragen-und-irrtuermern-zu-efuels-auf-a-46613fc41c54f2d4143104e79e1cc4a6/

Nur unsicher ist sicher – was wir von der Wissenschaft für den Umgang mit Unsicherheiten lernen können

Vor wenigen Tagen erschien meine Topsoft-Kolumne, in der ich der Frage nachgehe, wie wichtig die Unsicherheit für uns eigentlich ist und warum wir gerade von der Wissenschaft etwas über die Vorteile der Unsicherheit lernen können. Geschrieben hatte ich die Kolumne lange vor der aktuellen Diskussion über eine Strommangellage im Winter und der dadurch ausgelösten allgemeinen Verunsicherung. Wer hätte gedacht, dass das Thema so schnell schon wieder aktuell würde.
— Weiterlesen www.topsoft.ch/themen/nur-unsicher-ist-sicher/

Eigenmietwert und die Abschaffung einer Absurdität

Eigenmietwert und die Abschaffung einer Absurdität

Zur Berichterstattung über die von der nationalrätlichen Wirtschaftskommission vorgeschlagenen Abschaffung des Eigenmietwerts:

Die Fähigkeit zum Kompromiss ist definitiv eine der grössten Stärken unseres Landes. Aber manchmal führt sie auch zu Absurditäten. Da haben wir einerseits das Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz mit dem Zweck, «die Wohnkosten, vorab die Mietzinse, zu ver­billigen und den Erwerb von Wohnungs- und Hauseigentum zu erleichtern». Mittel zum Zweck: Steuerabzüge – für Hypothekarzinsen und die Kosten für den Unterhalt. Auf der anderen Seite haben wir die politische Linke, die darin eine einseitige Bevorzugung von Kapitalisten – Entschuldigung, Wohneigentümern – sieht. Kompromiss: eine Steuer auf ein fiktives Einkommen, das es gar nicht gibt. Opfer: insbesondere Rentnerinnen und Rentner, sowie Familien, die sich ein Wohneigentum gerade so noch leisten können, also im Grunde genommen viele Wählerinnen und Wähler linker Parteien, aber auch der Mittelstand. Wenn ich meinen Freunden im Ausland erzähle, dass in der Schweiz eine Steuer auf ein fiktives Einkommen erhoben wird, schütteln diese nur ungläubig den Kopf. Ich muss ihnen dann jeweils versichern, dass sie sich nicht verhört haben. Beenden wir diesen absurden Unsinn und erinnern wir uns an den ursprünglichen Zweck des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes. Davon profitieren dann insbesondere auch einkommensschwache Personen.

Peter Metzinger,
Dietikon, Kantonsratskandidat FDP Dietikon

Was hat die Theorie vom menschengemachten Klimawandel mit einem gezinkten Würfel zu tun? (Korrigiert)

Was hat die Theorie vom menschengemachten Klimawandel mit einem gezinkten Würfel zu tun? (Korrigiert)

Europa lebt gerade eine sehr lange Dürre- und Hitzeperiode. Handelt es sich dabei um eine Folge des Klimawandels? Was weiss man darüber wirklich? Immerhin hatten wir in der Tat auch schon früher heisse Sommer. Auch das globale Klima war nicht immer so wie heute. Zu den Ursachen vergangener Klimaveränderungen gehören Verschiebungen der Erdachse sowie Veränderungen der Sonneneinstrahlung und – wie heute – bei der Zusammensetzung der Atmosphäre. Aber ist das tatsächlich ein Argument gegen die These, dass es sich bei der aktuellen Wetterlage in ihrem Ausmass um eine Folge des Klimawandels handelt und dass dieser menschengemacht ist?

Man kann die Sache mit einem Würfel vergleichen.

Wenn man nur lange genug würfelt, wird jede Zahl gleich häufig geworfen. Es kann aber auch immer mal vorkommen, dass dieselbe Zahl zweimal hintereinander geworfen wird. Etwas seltener passiert dies dreimal und noch seltener viermal hintereinander. Das alles kann Zufall sein.

Nehmen wir als Beispiel die 6. Je öfter eine 6 hintereinander geworfen wird, desto stärker der Verdacht, der Würfel könne gezinkt sein. Und wenn man dann auch über lange Zeiträume sieht, dass die 6 deutlich häufiger vorkommt, als jede andere Zahl, dann ist der Verdacht sogar gut begründet.

Entdeckt man nun zusätzlich, dass der Würfel auf der Seite der 1 etwas schwerer ist, als auf den anderen Seiten, dann ist die Sache eigentlich klar. Kein vernünftiger Mensch würde dann noch an Zufall glauben. Denn eine Schwerpunktverschiebung zur 1 lässt erwarten, dass die 6 häufiger oben liegt und genau das ist, was man beobachtet.

So ist es auch mit dem Klimawandel. Die Klimawissenschaft sagt bei einer bestimmten Temperaturerhöhung eine bestimmte Häufung von heissen Sommern und Extremwetterereignissen voraus. Genau das beobachten wir. Im Grunde genommen ist das nur simple Physik. Beim gezinkten Würfel würde niemand mehr an Zufall glauben. Warum ist das beim Klimawandel so? Wer hat wohl ein Interesse daran, die Öffentlichkeit an den Ursachen des heutigen Klimawandels zweifeln zu lassen?

Übrigens, was eine wissenschaftliche Theorie – im Unterschied zum allgemeinen Sprachgebrauch – ist, kann man hier nachlesen.

Mit diesen Tricks erkennst du falsche Videos und #FakeNews zum Ukraine-Krieg.

Mit diesen Tricks erkennst du falsche Videos und #FakeNews zum Ukraine-Krieg.

Das Portal TikTok hat sich bei Menschen unter 30 zur wichtigsten Informationsplattform zum Ukraine-Krieg entwickelt. Die Videos sind aber mit Vorsicht zu geniessen; viele enthalten Falschinformationen.
— Weiterlesen www.bluewin.ch/de/leben/nachhaltigkeitsblog/mit-diesen-tricks-erkennst-du-falsche-videos-und-nachrichten-zum-krieg-1297938.html