Zur Berichterstattung über die von der nationalrätlichen Wirtschaftskommission vorgeschlagenen Abschaffung des Eigenmietwerts:

Die Fähigkeit zum Kompromiss ist definitiv eine der grössten Stärken unseres Landes. Aber manchmal führt sie auch zu Absurditäten. Da haben wir einerseits das Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz mit dem Zweck, «die Wohnkosten, vorab die Mietzinse, zu ver­billigen und den Erwerb von Wohnungs- und Hauseigentum zu erleichtern». Mittel zum Zweck: Steuerabzüge – für Hypothekarzinsen und die Kosten für den Unterhalt. Auf der anderen Seite haben wir die politische Linke, die darin eine einseitige Bevorzugung von Kapitalisten – Entschuldigung, Wohneigentümern – sieht. Kompromiss: eine Steuer auf ein fiktives Einkommen, das es gar nicht gibt. Opfer: insbesondere Rentnerinnen und Rentner, sowie Familien, die sich ein Wohneigentum gerade so noch leisten können, also im Grunde genommen viele Wählerinnen und Wähler linker Parteien, aber auch der Mittelstand. Wenn ich meinen Freunden im Ausland erzähle, dass in der Schweiz eine Steuer auf ein fiktives Einkommen erhoben wird, schütteln diese nur ungläubig den Kopf. Ich muss ihnen dann jeweils versichern, dass sie sich nicht verhört haben. Beenden wir diesen absurden Unsinn und erinnern wir uns an den ursprünglichen Zweck des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes. Davon profitieren dann insbesondere auch einkommensschwache Personen.

Peter Metzinger,
Dietikon, Kantonsratskandidat FDP Dietikon

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