Masterclass: Strategisches Campaigning im KI-Zeitalter · 27. Oktober, Zürich · 12 Plätze Zum Programm

Fallbeispiele

Vom Protest zum offenen Forum

Die Ausgangslage. 2002 wandte sich der damalige Chief Operating Officer des World Economic Forum an Mr. Campaigning, weil er unkonventionelle Lösungen suchte. Gegen das WEF gab es heftige Proteste, auf den Strassen brannten Fahrzeuge. Mit PR und Werbung gelang es nicht zu vermitteln, dass es dem Forum um eine Verbesserung des Zustands der Welt ging – der Slogan «Committed to Improving the State of the World» zog nicht. Es fehlte die Glaubwürdigkeit. Der Auftraggeber dachte zunächst an Methoden, wie Greenpeace sie einsetzt.

Die Frage, die wir stattdessen gestellt haben. Warum glaubt die Öffentlichkeit dem Forum nicht – und wo könnte Glaubwürdigkeit überhaupt entstehen?

Was daraus wurde. Statt einer Aktion stand am Anfang eine Analyse mit dem business campaigning® Modell. Aus ihr entstand das Konzept des Open Forum: eine Plattform, die Öffentlichkeit, NGOs und den inneren Zirkel des WEF für den öffentlichen Diskurs und Austausch zusammenbrachte. Das nahm einem grossen Teil der Kritik den Wind aus den Segeln und führte zu einer deutlich positiveren Wahrnehmung des Forums.

Was den Unterschied machte. Gefragt war eine Methode, nicht eine Diagnose. Wer die gewünschte Methode liefert, liefert Aufmerksamkeit. Glaubwürdigkeit entstand erst, als das Forum seine Kritiker nicht mehr bekämpfte, sondern an den Tisch holte.

«Peter hat uns geholfen, das Open Forum zu entwickeln, als ich COO beim Weltwirtschaftsforum war. Es war die Antwort und Lösung auf eine Herausforderung, die damals eine unmögliche Mission zu sein schien, nämlich Brücken zu bauen und das Engagement des WEF, den Zustand der Welt zu verbessern, einer äußerst kritischen Öffentlichkeit zu vermitteln. Peters systematische Herangehensweise, die auf seinem Kampagnensystem basiert und mit einer gewissen Portion Kreativität und jahrzehntelanger Kampagnenerfahrung kombiniert wurde, war äußerst hilfreich, um den richtigen Ansatz und die richtige Strategie zu finden und einige Details des Konzepts auszuarbeiten.»
André Schneider, Ex-COO des World Economic Forums auf LinkedIn