Startseite » Fallbeispiele » Wo die Deutungshoheit tatsächlich lag
Die Ausgangslage. Wie verankert man das Verständnis für die zweite Säule in der Bevölkerung? Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP stand 2007 unter dauerndem Druck politischer Gegner, die eigene Deutungen setzten.
Die Frage, die wir stattdessen gestellt haben. Wo haben wir überhaupt Kommunikationshoheit?
Was daraus wurde. In den klassischen Kanälen wurde die Deutung von anderen gesetzt, und jede Antwort blieb eine Reaktion. Kommunikationshoheit bestand nur dort, wo der Verband selbst publizieren, das Tempo bestimmen und der Desinformation direkt begegnen konnte: in den sozialen Medien. Das eigentliche Ziel war die Deutungshoheit über den Umwandlungssatz – und sie wurde erreicht. Das Mandat begann 2007 und lief sechzehn Jahre.
Was den Unterschied machte. Es war derselbe Denkfehler, der viele Kampagnen scheitern lässt: die Annahme, mehr Erklärung schaffe mehr Verständnis. Solange niemand fragt, wer in einem Feld die Deutung kontrolliert, wird Budget in Kanäle investiert, in denen die Auseinandersetzung nicht zu gewinnen ist.
Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP war der längste Auftraggeber von Mr. Campaigning. Ab 2007 unterstützte Mr. Campaigning den Verband bei der Kommunikation, Medienarbeit, Public Affairs, Social Media und Online-Campaigning. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde der ASIP zum Pionier beim Einsatz von Social Media, Chatbots und Künstlicher Intelligenz in der Öffentlichkeitsarbeit. Viermal war Mr. Campaigning Mitglied eines Konsortiums, das die Website des ASIP weiter- oder eine Kampagnen-Website neu entwickelte. Sechzehn Jahre ununterbrochen für den gleichen Kunden tätig sein zu dürfen, ist alleine schon ein Highlight.