Wer trägt die Verantwortung?

Mal wieder ein simpler und doch tiefgründiger Beitrag von Seth Godin. Dinge, über die in den letzten beiden Jahren zu viel geredet und zu wenig nachgedacht wurde.

Übersetzung:

Freiheit ohne Konsequenzen ist ein Mythos. Unser Handeln hat immer Konsequenzen. Die Frage ist nur: Wer wird sie tragen?

Quelle: Who’s responsible? https://seths.blog/2022/01/whos-responsible-2/

„Dietikon: Peter Metzinger fordert Coronatests an der Schule“

«Die Schule Dietikon macht keine Coronatests. Eine dringliche Anfrage fordert den Stadtrat nun zum Handeln auf – wegen Omikron. Ich hoffe, die neue Variante führt zu einer Neubeurteilung der Situation», so berichtet heute die Limmattaler Zeitung online.

Es geht mir um den Schutz der Kinder und ihrer Familien, der Wirtschaft (gegen Ausfälle) und der kritischen Infrastruktur. Wir müssen nun alle Hebel in Bewegung setzen.

Hier der Artikeln der Limmattaler Zeitung, unten der Text meiner Anfrage.

www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/region-limmattal/dietikon-coronatests-an-dietiker-schulen-befuerworter-starten-neuen-versuch-ld.2236141

Kleine Anfrage «Repetitive Corona-Tests an Dietiker Schulen»

Gemäss aktuellen Meldungen fehlen in der Wirtschaft weit über 118’000 Arbeitskräfte, weil sie krank oder in Quarantäne sind. Zug-, ÖV-Linien und Flüge werden gestrichen, Hotels geschlossen, an den Schulen fehlt Lehrpersonal. Täglich stecken sich zehntausende Personen mit SARS-CoV-2 an, eine Zahl im Prozentbereich wird Long Covid bekommen und damit die IV belasten. Die Schäden für die Wirtschaft sind enorm. Hinzu kommen die gesundheitlichen Folgen. Auch bei Kindern rechnet die Forschung laut Medienberichten mit Long-Covid-Fällen im Bereich von 1 bis 6 Prozent. Zum Schutz der Gesundheit und vor den finanziellen und wirtschaftlichen Folgen ist es deshalb dringend geboten, sämtliche vertretbaren Massnahmen zum Unterbrechen der Infektionsketten zu ergreifen.

Zu diesen Massnahmen gehören auch repetitive Corona-Tests an den Schulen, denn gerade in den Schulen findet das Virus einen einfachen Weg, sich schnell in der Bevölkerung zu verbreiten und in die Familien zu gelangen, deren Eltern sich bei der Mobilität und der Arbeit schützen können, nicht aber gegen eine Infektion durch ihre Kinder. Es kann davon ausgegangen werden, dass bei einer unkontrollierten Durchseuchung der Schulkinder mehr Erwachsene in Quarantäne müssen, als bei einer Entdeckung und Unterbrechung der Infektionsketten. Quarantäne-Fälle als Folge repetitive Tests können deshalb keine Begründung für den Verzicht auf diese Tests sein.

In den Dietiker Schulen gilt seit Dezember eine Maskenpflicht ab der ersten Klasse. Ebenso wird regelmässig in den Klassenräumen gut gelüftet. Dies alles muss man als vorbildlich hervorheben. Dennoch könnte man theoretisch noch einen Schritt weitergehen und repetitive Corona-Tests einführen, auf die im letzten Herbst explizit verzichtet wurde. Die Argumente von damals waren damals einleuchtend, jedoch haben wir heute mit Omikron eine andere Durchseuchungs-Situation und die Tatsache, dass während der kurzen Phase repetitiver Tests im Herbst nur wenige Fälle entdeckt wurden, kann heute nicht mehr als Argument gelten. Auch die Tatsache, dass 30% der Eltern die Teilnahme ihrer Kinder an den Corona-Tests verweigern, gilt seit dem 5. Januar nicht mehr, denn an diesem Tag wurde eine Studie bekannt, wonach nicht alle Kinder getestet werden müssen, um einen Corona-Ausbruch rechtzeitig zu bemerken. Die Hälfte sei ausreichend.

Angesichts dieser Fakten bitte ich den Stadtrat höflichst um eine dringliche Beantwortung der folgenden Frage:

Angesichts der Tatsache, dass die Argumente gegen repetitive Corona-Tests an den Dietiker Schulen und Kindergärten vom letzten Herbst durch die jüngsten Entwicklungen überholt sind, möchte der Stadtrat prüfen, auf die bisherige Ablehnung zurückzukommen und dieses wirksame Instrument zum Unterbrechen der Infektionsketten erneut einzusetzen?

 

„Corona-Pandemie: Die Gesellschaft muss sich spalten!“

„Corona-Pandemie: Die Gesellschaft muss sich spalten!“

„Jobs nur für Ungeimpfte, Querdenker-Schulen, Covid-Wurmkuren … Mit maximaler Durchlässigkeit an der Blödsinnsflanke ist niemandem geholfen. Was es jetzt braucht, ist nicht mehr Offenheit, sondern ein scharfer Keil. Einer, der die Gesellschaft spaltet.“

Ich weiss nicht, wie das funktionieren soll, aber die Überlegungen in dieser Kolumne regen zum Nachdenken an. Denn ähnliche Überlegungen steckten hinter der Lancierung von ReclaimTheFacts. Dabei ging es mir auch nicht darum, Schwurbler zu überzeugen, sondern darum, Zweifler und noch Unentschiedene vor dem Sturz ins Schwarze Loch der Verschwörungsmythen zu bewähren.

— Weiterlesen www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-11/corona-pandemie-querdenker-impfgegner-gesellschaft-spaltung-5v8

Meinungsfreiheit beinhaltet nicht auch noch das Recht, ernstgenommen zu werden

Meinungsfreiheit beinhaltet nicht auch noch das Recht, ernstgenommen zu werden

(Bildquelle: https://physicsworld.com/a/fighting-flat-earth-theory)

Seit Jahrzehnten schon werde ich immer wieder in Diskussionen mit Realitätsverweigerern verwickelt. Damit meine ich Menschen, die sich eine Meinung entweder aufgrund von nachweislichen Falschinformationen bilden oder indem sie wesentliche, nachweislich korrekte Fakten einfach ausser Acht lassen oder irgendwie verdrehen. Sie könnten es ja besser wissen…

In den achtziger Jahren ging es um Fragen der Energieproduktion und des Klimawandels, heute geht es um die Ursache und Bekämpfung des nicht mehr abzustreitenden Klimawandels, um COVID-19 und den Nutzen von Impfungen.

Gerade in letzter Zeit, im Zusammenhang mit der Pandemie, heisst es dann immer wieder, man habe ein Recht auf eine eigene Meinung. Donald Trump meinte gar, er habe ein Recht auf eigene Fakten. Während letzteres totaler Blödsinn ist, kann man ein Recht auf eine eigene Meinung nicht abstreiten.

Leider wird jedoch das Recht auf eigene Meinung mit einem Recht verwechselt, mit dieser eigenen Meinung auch ernstgenommen zu werden.

Dass dieses Recht so nicht existiert, folgt alleine schon aus der Tatsache, dass es Menschen gibt, die der Meinung sind, die Erde sei flach. Es wäre fatal, jede Meinungen ernst zu nehmen, wie dieses Beispiel deutlich zeigt. Die Gesellschaft würde jegliche Orientierung verlieren, eine Einigung auf gemeinsame Wahrheiten wäre nicht mehr möglich, ein Rückfall in Zeiten des Aberglaubens und der Glaubenskriege wäre unvermeidbar.

Ein Recht darauf, mit einer Meinung ernstgenommen zu werden, setzt voraus, dass man diese Meinung anhand von nachweislich wahren oder korrekten Fakten gut begründen kann oder alternativ dass man zugibt, sich auf dem Feld der Spekulation zu bewegen und damit auf den Anspruch verzichtet, die Wahrheit zu vertreten.

Wer seine Meinung mit Wahrheiten begründen kann oder wer zugeben kann, dass seine Meinung vielleicht nicht der Wahrheit entspricht, kann ernstgenommen werden. Denn diese Person ist der Wahrhaftigkeit verpflichtet.

Das Recht darauf, mit einer eigenen Meinung auch noch ernstgenommen zu werden, setzt voraus, dass man sich der Wahrhaftigkeit verpflichtet.

Hauptsache Radau

Hauptsache Radau

Die Covid-Krise zeigt uns verblüffende Grenzen der kollektiven Handlungs­fähigkeit auf. Wir haben lernen müssen, dass uns selbst die Glanz­leistungen der Wissenschaft vor den Defiziten der Politik nicht beschützen können. Das Mindest­mass an kollektiver Vernunft und gemeinsamer Verantwortung, das wir mobilisieren müssten, um die Covid-Opfer so weit als möglich zu minimieren, ist schlicht nicht in Reichweite. Systemversagen mit Todes­folge: So lautet die Kurzformel für die politische Selbst­erkenntnis, mit der uns Covid-19 konfrontiert. Noch kürzer: #DontLookUp

Und das gleiche gilt leider auch für die anderen Herausforderungen noch nie gesehenen Ausmasses: Klimawandel und Artensterben. Was hilft gegen diese Übelkeit? #JustLookUp #ReclaimTheFacts

— Weiterlesen www.republik.ch/2022/01/01/grosser-kater

«Das Virus verändert sich, wir uns noch nicht» – Wie lange noch?

«Das Virus verändert sich, wir uns noch nicht» – Wie lange noch?

Unsere Probleme sind nicht neu, wir kannten sie. Das virale Zeitalter macht ihre Lösung nun zu einer Frage von Leben und Tod.
— Weiterlesen www.tagesanzeiger.ch/das-virus-veraendert-sich-wir-uns-noch-nicht-977152746507

Die COVID-19-Kommunikation der Behörden ist geprägt durch Taktik, Inkompetenz und Gesichtswahrung

Warum leugnen Bundesrat und BAG weiterhin wissenschaftliche Fakten? – Opa Köbi geht der Frage nach:

Die Wissenschaft hat uns innert Kürze eine Fülle von Erkenntnissen geliefert zu unterdessen zahlreichen Varianten des neuen Coronavirus. Ihre krönende Errungenschaft ist die Impfung: In weniger als…
— Weiterlesen opakoebi.medium.com/warum-leugnen-bundesrat-und-bag-weiterhin-wissenschaftliche-fakten-a88611194255

Schreckgespenst Impfpflicht – by Marko Kovic

Die Covid-Impfpflicht ist, moralphilosophisch gesehen, besser als ihr Ruf.
— Weiterlesen markokovic.substack.com/p/schreckgespenst-impfpflicht

Nun braucht es eine konsequente Bekämpfung von Pandemie und Infodemie

Nun braucht es eine konsequente Bekämpfung von Pandemie und Infodemie

Medienmitteilung der Ja-Kampagne der Zivilgesellschaft für das Covid-Gesetz vom 28.11.2021

Nun braucht es eine konsequente Bekämpfung von Pandemie und Infodemie

Bern. Die Ja-Kampagne der Zivilgesellschaft für das Covid-Gesetz und nimmt die Annahme der Gesetzesrevision zum COVID-Gesetz mit grosser Freude zur Kenntnis. Wir bedanken uns bei allen, die unsere Kampagne und das Gesetz unterstützt haben.

Die deutliche Zustimmung zeigt, dass eine Mehrheit der Bevölkerung dem Virus keinen Freilauf geben will, sondern seine Bekämpfung unterstützt. Zudem ist eine deutliche Mehrheit offensichtlich immun gegenüber allen Versuchen der Desinformation und Manipulation der Massnahmengegner.

Artikel 10 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung – Schutz von Leben und Gesundheit – verpflichtet Bund und Kantone weiterhin, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um das Virus erfolgreich zu bekämpfen. Wir erwarten nun ein konsequentes Vorgehen gegen das Virus und konkrete Massnahmen zur Wiederherstellung des Vertrauens sowie der Förderung einer nationalen Versöhnung.

Zudem erwarten wir, dass dem Thema «Manipulation durch Desinformation & Falschinformation» auf der politischen Agenda eine hohe Priorität eingeräumt wird. Es handelt sich dabei um ein Problem, das weit über die Pandemie hinausreicht. Sowohl der Klimaschutz als auch technische Innovation werden ebenfalls durch Desinformation & Falschinformation behindert. Zertifikatsfälscher müssen konsequent ermittelt und bestraft werden.

Das Ja-Kampagne der Zivilgesellschaft für das Covid-Gesetz macht heute einen Spendenaufruf, um Ursprung, Ausmass, Dynamik und Wirkung der Falschinformationen während des Abstimmungskampfes analysieren zu lassen. 5’000 Schweizer Franken werden benötigt, um mittels Künstlicher Intelligenz die online verfügbaren Daten auszuwerten.

Referendum zum COVID-Gesetz – Ein Tiefpunkt der Schweizer Demokratie

Referendum zum COVID-Gesetz – Ein Tiefpunkt der Schweizer Demokratie

„Wer mitbestimmen darf, ist zufriedener mit dem politischen System, heisst es. Nun, der Abstimmungskampf über das Covid-19-Gesetz hat das Gegenteil bewirkt: Er war Gift für unsere Gesellschaft.“

So beginnt im heutigen Tages-Anzeiger eine wirklich hervorragende Analyse des Abstimmungskampfes.

Besser kann man nicht auf den Punkt bringen, was die letzten Wochen passierte. Die grosse Frage nach der Abstimmung wird sein, wie wir aus dem Schlamassel wieder herausfinden. Denn die Nein-Seite wird weiter an ihren Falschinformationen und Verschwörungsmärchen festhalten. Eine Debatte wird auch nach der Abstimmung nicht möglich sein.

Wie bekommt man Menschen dazu, Fakten anzuerkennen und von Falschinformationen zu unterscheiden, wenn sie dies partout gar nicht wollen?

Dabei geht es längst nicht nur um das COVID-Gesetz, sondern um alle grossen Baustellen, die uns momentan den Weg in eine bessere Zukunft versperren: Pandemiebekämpfung, Klimaschutz, Akzeptanz technischer Innovationen (konkret z.B. die irrationale Diskussion über 5G). Auf all diesen Gebieten wird mit Desinformation Widerstand geschürt.

Teilweise stecken obendrein Akteure dahinter, die aus diesen Ängsten wirtschaftlichen oder politischen Profit schlagen. Das macht die Herausforderung nochmals komplexer. Meine These ist: nach dieser Abstimmung ist das Drama nicht vorbei. Im Gegenteil fängt es dann erst richtig an.

Zum Kommentar: www.tagesanzeiger.ch/ein-tiefpunkt-der-schweizer-demokratie-396812401612