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Kategorie: Gedanken, Beobachtungen und Diverse

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«Die kühle Stadt ist attraktiv» lautete ein von mir am 4. Februar 2021 eingereichtes Postulat. In seiner Antwort anerkennt der Stadtrat die Wichtigkeit, Massnahmen gegen die aufgrund der globalen Erderwärmung drohenden Hitzesommer zu ergreifen und beschreibt, was er zu tun gedenkt. Im Zentrum der Massnahmen steht mehr Grün in der Stadt (Pflanzen, nicht PolitikerInnen 😉). Eine im Bild der Wissenschaft beschriebene neue Studie bestätigt nun einen weiteren Nutzen von pflanzlicher Stadtbegrünung.

Straßenbäume, grüne Hinterhöfe und anderes Stadtgrün kann mehr Kohlendioxid aufnehmen als landläufig angenommen. Selbst in einer so dicht bebauten Stadt wie New York City schluckt die städtische Vegetation an Sommertagen immerhin bis zu 40 Prozent aller CO2-Emissionen, wie eine Studie belegt. Die Pufferwirkung durch die Photosynthese der Stadtpflanzen reicht damit sogar aus, um an solchen Tagen den gesamten CO2-Ausstoß des Stadtverkehrs zu kompensieren.

Den Artikel in ganzer Länge gibt es hier:

Stadtgrün leistet ganze Arbeit

‚The rise of agnotology will equip us with the tools to tackle mis- and disinformation, whatever its source.‘ – Great article. I only disagree with the last sentence. Because it’s not only ‚the mighty ones‘ or ‚big ones‘ or extreme right ones who seed doubt and spread misinformation. At least in Switzerland you can also find a lot of cases in which it is the political left who do so. I believe it’s more a strategy of the poles.
Read the article: www.wired.co.uk/article/doubt-misinformation-agnotology

Seit ich «Blaue Ökologie statt grüner Verbote» auf meinen Wahlkampfplakaten stehen habe, werde ich immer wieder gefragt, was damit gemeint ist. Mit diesem Artikel versuche ich eine Erklärung.

Von aussen betrachtet ist die Erde blau

Wenn man die Perspektive einnimmt, aus der man erkennt, dass es sich beim Planet Erde um ein fast geschlossenes Ökosystem handelt, bei dem praktisch nur Energie (von der Sonne) aufgenommen und wieder abgegeben wird (in Form von Wärmestrahlung), dann ist sie nicht grün, sondern blau.

Alles auf der Erde bewegt sich in Kreisläufen

Sämtliche Rohstoffe bewegen sich auf der Erde in Kreisläufen, sofern der Mensch das ausgewogene und fragile Gleichgewicht des Ökosystems Erde nicht durcheinanderbringt, indem er Rohstoffe schneller verbraucht, als sie nachgeliefert werden.

Blaue Ökologie ist eine nachhaltige Wirtschaft durch die Kombination von Kreislaufwirtschaft, Forschung, Innovation und Unternehmertum

Auf dieser Erkenntnis beruht das Prinzip der Blauen Ökologie: Abfall wird zu Nahrung für den nächsten Prozess, der aus dem Abfall ein neues Produkt macht, das dann nach seinem Verbrauch zum Wertstoff für den nächsten Kreislauf wird oder das sich im gleichen Kreislauf weiter bewegt. Ermöglicht wird eine solche, nachhaltige Wirtschaftsweise durch Forschung, Innovation und Unternehmertum.

Dieser Ansatz steht im krassen Widerspruch zu den Forderungen grüner Parteien und Akteure nach Verzicht und Effizienz.

Verzicht und Effizienz bringen nicht die Lösung

Mit Verzicht können wir zum Beispiel die Klimakrise nicht bekämpfen, denn weil das Ziel Netto Null CO2-Ausstoss lautet, müssten wir komplett auf alles verzichten. Das ist völlig unrealistisch.

Effizienz kann aus dem gleichen Grund auch nicht die Lösung sein. Effizienz ist zudem irrelevant, wenn genügend Energie zur Verfügung steht und man in Kreisläufen wirtschaftet.

Natur liebt Luxus

Wäre ein Kirschbaum effizient, würde er während seines Lebens eine einzige Blüte hervorbringen und nur eine einzige Kirsche. Stattdessen herrscht in der Natur, wie man im Frühling sieht, mehrheitlich luxuriöse Verschwendung. Sie kann es sich leisten, denn alles wird in Kreisläufen wiederverwertet, weil sie keine Abfall- sondern Wertstoffe produziert.

Verzicht und Effizienz können uns zwar zusätzliche Zeit verschaffen, indem sie dafür sorgen, dass vorübergehend weniger CO2 in der Atmosphäre angereichert wird. Weil sie aber keine funktionierende Lösung zur Erreichung aller Klimaziele sein können, bleibt nur noch die Blaue Ökologie zur Rettung der Stabilität des Klimas und der Zuverlässigkeit von Jahreszeiten.

Power-to-X ist ein Baustein der Blauen Ökologie

Eine Technologie, die dem Prinzip der Blauen Ökologie entspricht, ist Power-to-X: die Umkehrung des Verbrennungsprozesses.

Indem die Industrie Kohlenstoff in Form des Klimakillers CO2 aus der Atmosphäre entnimmt, um damit synthetisches Methan («Erdgas»), synthetische Treibstoffe, Brennstoffe oder Kunststoffe zu produzieren, kann die Menschheit die fossilen Kohlenstoff-Lagerstätten in der Erde ruhen lassen und trotzdem weiterhin Kohlenwasserstoffe wie Erdgas und Kerosin verwenden – solange die Energie zur Herstellung erneuerbar ist.

Die Vision geschlossener Kohlenstoff-Kreisläufe

Denn Verbrennungsmotoren und Heizungen funktionieren dann praktisch CO2-neutral. Das CO2, das sie ausstossen, wurde ja zuvor aus der Atmosphäre entnommen. Power-to-X stärkt zudem die Versorgungssicherheit, weil weltweit fast sämtliche Küstenregionen geeignete Standorte sind und beschleunigt ohne Verbote die Energiewende.

Globaler Power-to-X-Atlas des Fraunhofer Instituts | https://maps.iee.fraunhofer.de/ptx-atlas/

Mit der Limeco geht das Limmattal voran

Was nach Science Fiction klingt, ist im Limmattal mit der ersten industriellen Power-to-Gas-Anlage der Limeco heute schon Realität.

Wie die Technologie funktioniert, welche Kreisläufe damit möglich werden, welche Pionierrolle das Limmattal und der Kanton Zürich dabei spielen, das erfahren Sie am 23. Januar um 18 Uhr im Startup Space Schlieren von Regierungsrätin Carmen Walker Späh und von mir, in meiner Funktion als Co-Geschäftsführer des Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network (SPIN).

Anmeldung (kostenlos) unter www.power-to-x.eventbrite.ch

P.S. nicht vergessen: am 12. Februar Liste 3 wählen oder Peter Metzinger panaschieren und kumulieren.

«Amerika lockt Firmen mit Subventionen. Europa sieht bereits erste Abflüsse von Kapital. Und die Schweiz?» so titelte die Handelszeitung im Dezember.

Die EU fürchte den Inflation Reduction Act (IRA) des US-Präsidenten Joe Biden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagt, man sehe bereits, wie europäische Investitionsströme in die USA umgeleitet würden – und sich die Massnahmen so auf Europas eigene Basis für saubere Technologien auswirkten.

Auch die Schweiz beschäftigt das amerikanische Konjunktur- und Klimapaket, das ausländische Firmen mit grosszügigen Subventionen in die USA lockt. Doch während die EU akut gegensteuern will, ist die Schweiz gesamthaft weniger nervös, heisst es. Dabei eröffnen Startups wie Climeworks bereits Büros in Texas, wo der grosse Boom für synthetische Treibstoffe erwartet wird. In der Schweiz hat es die Politik nicht einmal geschafft, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die Audi gebraucht hätte, als das Unternehmen eine Produktionsanlage für synthetischen Diesel in Lauenburg errichten wollte (so stand es in der NZZ am Sonntag).

Wenn wir Netto Null erreichen wollen, kann Verzicht keine Lösung gegen den Klimawandel sein. Denn dann müssten wir für Netto Null auf alles verzichten. Alles! Der einzige Ausweg besteht in einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft, auch für CO2 mit Hilfe von Power-to-X. Dazu braucht es aber einen massiven Abbau von Bürokratie, von bürokratischen Hindernissen und eine Beschleunigung der Bewilligungsprozesse.

Die Schweiz hat weltweit führende Startups mit unternehmerischen Lösungen für die Energiewende und den Klimawandel hervorgebracht. Nun sollten wir diesen zarten Pflänzchen auch die Bedingungen bieten, unter denen sie wachsen und gross werden können, anstatt andere Länder die Ernte einfahren zu lassen.

«Eine Bestätigung für die FDP», so betitelte die Limmattaler Zeitung meinen gestrigen Leserbrief zu der vierprozentigen Lohnerhöhung nach dem Giesskannenprinzip für städtische Angestellte. Steuergelder nach dem Giesskannenprinzip zu verteilen ist selten wirkungsorientiert, sondern meistens ineffizient, weil unnötig Geld ausgegeben wird, das nichts zur Zielerreichung beiträgt. Es sei denn, das Ziel wäre es, mit solchen Geschenken, die eigene Klientel zu bedienen… Das wäre dann schädlich für die Volkswirtschaft und die demokratische Ordnung.

Kommentar zu den steigenden Bundesratslöhnen: Das falsche Signal

Ausgabe vom 30. Dezember

Im Kommentar zur Lohnerhöhung des Bundesrats fanden sich denkwürdige zwei Sätze: «Das System des allgemeinen Teuerungsausgleiches ist unpassend. Denn höhere Preise fürs Benzin oder Heizen, steigende Krankenkassenprämien oder teurere Nahrungsmittel treffen tiefere Einkommen ungemein härter als Gutverdienende.» Vielleicht mag sich noch der eine oder die andere erinnern, dass sich am 1. Dezember im Gemeinderat einzig die FDP-Fraktion gegen eine Erhöhung des Teuerungsausgleichs für das städtische Personal auf 4 Prozent ausgesprochen hatte. Unser Hauptargument, dass KMU und Unternehmer in diesen schwierigen Zeiten vielfach den Gürtel enger schnallen müssen und dass eine derart grosszügige Lohnerhöhung der Verwaltung für Steuern zahlende KMU wie eine Ohrfeige sein muss, fand leider keinen Anklang. Umso mehr erfreut uns nun diese Bestätigung, die obendrein noch ein zusätzliches Argument liefert, das der politischen Linken eigentlich zu denken geben müsste. Statt mit der Giesskanne unsere Steuergelder zu verteilen, sollte die Verwaltung dort ansetzen, wo es wirklich nötig und sinnvoll wäre. Das ist unser Wunsch für 2023. In diesem Sinne ein gutes neues Jahr.

Peter Metzinger, Gemeinderat FDP, Dietikon

Willkommen im Jahre 2023, dem Jahr nach der Zeitenwende! Ich wünsche allen meinen Lesern, dass es ein gutes Jahr werden wird, in dem wir mit Vernunft die Ideologie, mit Fakten die Verschwörungsmärchen und mit Frieden den Krieg besiegen können.

Etwas stimmt nicht mehr

Jahrhundertereignisse treten normalerweise einmal pro Jahrhundert auf. In Form von Hitzesommern, Dürreperioden und Überflutungen hatten wir in den letzten 20 Jahren allerdings schon mehrere Jahrhundertereignisse. Ich weiss gar nicht mehre wie viele. Aber die Häufung zeigt, dass da irgendetwas nicht mehr stimmen kann.

Ein weiteres Indiz: in den Achtzigerjahren, als ich mit dem Motorradfahren anfing, mottete man das Motorrad im Oktober ein, um es nicht vor Ende Februar wieder hervorzuholen. Es gab sogar Versicherungen, die günstiger waren, wenn man das Motorrad ein halbes Jahr lang im Winterschlaf beliess. Das ist lange Vergangenheit. Heute ist die Silvester-Motorradtour schon fast zur Tradition geworden.

Zivilisation nur dank Klimastabilität

Kälterekorde hier, Wärmerekorde dort. Es lässt sich nicht mehr leugnen, dass der Klimawandel begonnen hat, die Stabilität und Zuverlässigkeit des Zusammenspiels von Wetter und Jahreszeiten aus dem fein justierten Gleichgewicht zu bringen, das der Menschheit in den letzten 10‘000 Jahren die Landwirtschaft und dank ihr die Zivilisation ermöglicht hat.

Die Menschen vor mehr als 10‘000 waren uns intellektuell ebenbürtig. Aber erst diese Stabilität des Klimas ermöglichte den Aufbau höher entwickelter Zivilisationen.

Was bedeutet es nun für die Zukunft von Zivilisation und Landwirtschaft, dass wir gerade dabei sind, diese Stabilität durch den Ausstoss von fossilem CO2 zu zerstören?

Man kann es nur erahnen, denn auch die Wissenschaft kann hierzu noch keine zuverlässigeren Prognosen machen, als dass alles viel schwieriger wird. Aber eines scheint klar:

Politik allein wird den Klimawandel nicht stoppen

Sie reagiert zu langsam und zu zaghaft. Gerade in einem Land wie der Schweiz, in dem Volksabstimmungen immer mehr unter dem Einfluss von Desinformation und Ablenkungsmanövern stattfinden.

Ich bin überzeugt, wenn es uns überhaupt gelingt, den Klimawandel zu bremsen, dann nur weil die Wirtschaft entsprechende Lösungen auf den Markt bringt und die Politik sie nicht daran hindert und im besten Fall sogar unterstützt.

Die Politik muss die Wirtschaft unterstützen

Das ist meine Motivation, mich in den Kantonsrat wählen zu lassen. Ich möchte auf kantonaler Ebene daran mitzuwirken, die Wirtschaft mit ihrer Innovationskraft zu unterstützen. Im Zentrum steht dabei die:

Idee der Blauen Ökologie

Darunter versteht man die Entwicklung von Lösungen der Kreislaufwirtschaft. Mehr dazu hier.

Power-to-X ist eine solche Lösung: statt weiterhin chemische Energieträger zu produzieren, indem wir Kohlenwasserstoffe in Form von Erdöl und Erdgas aus dem Boden holen, rezyklieren wir CO2 aus der Luft und produzieren daraus mit Hilfe von erneuerbarer Energie neue, synthetische Kohlenwasserstoffe. Es entsteht ein geschlossener Kohlenstoffkreislauf, Erdöl, Erdgas und Kohle können in der Erde bleiben, der Klimawandel wird nicht weiter angeheizt.

Am 23. Januar ab 18 Uhr werden Regierungsrätin Carmen Walker Späh und ich (als Co-Geschäftsführer des Swiss Power-to-X Collaborative Innovation Network SPIN) an einer Veranstaltung der FDP Bezirkspartei im Startup Space Schlieren dieses Prinzip erklären und aufzeigen, warum das Limmattal eine Power-to-X-Pionierregion darstellt, was der Kanton Zürich für diese Technologie unternimmt und welche Bedeutung sie für den Kanton hat.

Anmeldung: www.Power-to-X.Eventbrite.ch

Die Veranstaltung ist gratis. Um die Kosten zu decken sind wir jedoch dankbar für eine Spende.

Spendenkonto: 

Heinz Giezendanner

Präsident FDP Dietikon

Hofweg 1

8953 Dietikon

heinz.giezendanner(at)outlook.com 

PostFinance Konto 80-45719-8

CH94 0900 0000 8004 5719 8

Bitte geben Sie als Verwendungszweck Power-to-X-Event an. Bei TWINT können Sie keinen Verwendungszweck angeben. In diesem Fall wären wir für eine E-Mail mit der Information dankbar.

Diese Aussage kam mir während der schlimmsten Phase der COVID-19-Pandemie in den Sinn. Ich war mehr als einmal fassungslos, dass Menschen, die ich für sehr intelligent hielt und halte, auf einmal wissenschaftlich überprüfte Fakten ignorierten und stattdessen an Falschinformationen und manchmal sogar Verschwörungsmärchen festhielten. Das beschäftigte mich so sehr, dass ich www.ReclaimTheFacts.com ins Leben rief, eine Initiative, die sich dem Verbreiten von Fakten und der Aufklärung über Desinformation verschrieben hat.

Später dann stiess ich in einem Interview mit der Psychologin Heidi Kastner (es war ein anderes, aber inhaltlich identisch mit dem Interview, das man hier nachlesen kann) auf eine Definition von Dummheit, die meine Erkenntnis aus der Pandemie erklären konnte: Dummheit ist nicht ein Mangel an Intelligenz, also auch nicht eine Persönlichkeitseigenschaft, sondern ein Verhalten, das sich durch das Ignorieren von Fakten auszeichnet, wenn dieses Ignorieren schädliche Folgen haben kann.

Nochmals: Menschen können nach dieser Definition mehr oder weniger intelligent sein, aber nicht mehr oder weniger dumm. Sie können sich nur mehr oder weniger dumm verhalten und somit jederzeit selbst entscheiden, wie dumm und wie sie wahrgenommen werden.

Dummes Verhalten ist also zum Beispiel den wissenschaftlichen Beweis zu ignorieren, dass COVID-19 durch das Virus SARS-CoV-2 hervorgerufen wird. Oder den Beweis zu ignorieren, dass der aktuelle Klimawandel hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht wurde (ein Beweis, für den es sogar den Nobelpreis gab).

Oder wenn man wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert (oder abstreitet), wonach FFP2-Masken einen guten Schutz vor der Übertragung von Viren bieten. Oder wenn man Entwurmungsmittel für Pferde nimmt, statt sich impfen zu lassen, weil irgendein Hobby-möchte-gern-Wissenschaftler behauptet hat, das helfe (während man gleichzeitig behauptet, SARS-CoV-2 sei nicht schlimmer als eine Grippe).

Oder wenn man ignoriert, dass die Übersterblichkeit der letzten Monaten perfekt mit den SARS-CoV-2-Infektionszahlen korreliert, aber nicht dem Muster folgt, das zu erwarten wären, wenn die COVID-19-Impfung daran schuld wäre.

Deshalb kann Intelligenz auch nicht automatisch vor Dummheit schützen. Es braucht dazu den Willen, sämtliche Fakten vorurteilsfrei zu berücksichtigen und nicht nur die, die zur schon vorgefassten Meinung passen.

Wenn schlau das Gegenteil von dumm ist, dann ist es also schlau, bei jeder Entscheidung sämtliche Fakten zu berücksichtigen und nicht nur ein paar. Aber, Hand aufs Herz, kann man dem überhaupt widersprechen?

Wussten wir nicht sowieso schon lange, dass man die besten Lösungen für ein Problem genau dann findet, wenn man tatsächlich alle Fakten berücksichtigt?

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr, mit allen Fakten und nicht nur ein paar.

Heute ist ein guter Tag für eine liberal ausgestaltete Energiewende. Der Regierungsrat hat einerseits beschlossen, die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen für den Eigenbedarf steuerlich zu entlasten und andererseits hat die Kommission für Energie, Verkehr um Umwelt (KEVU) das von unserer Regierungsrätin Carmen Walker Späh entworfene Förderprogramm von Ladestationen für E-Fahrzeuge grossmehrheitlich unterstützt. Beides basiert auf FDP-Vorstössen im Kantonsrat.

Die FDP-Motion «Attraktivität der Photovoltaik steigern: Steuerliche Entlastung für Private» hat eine rasche Überprüfung der Steuerpraxis des kantonalen Steueramtes bewirkt. Der Vorstoss verlangte eine steuerliche Erleichterung beim Einspeisen von Strom aus Photovoltaikanlagen für den Eigenbedarf. Bis anhin wurde der gesamte mit der Einspeisung erzielte Betrag besteuert. Der Regierungsrat hat nun beschlossen, neu das sogenannte Netto-Prinzip bei der Besteuerung dieser Einspeisungen anzuwenden, so wird nur noch der mit der Anlage effektiv erwirtschaftete Betrag versteuert. Die Kosten des aus dem Netz bezogenen Stroms werden also von der Vergütung durch die Einspeisung abgezogen. Die von Regierungsrat präsentierte Lösung ist einfach umsetzbar, niederschwellig und effektiv und entspricht somit einer liberalen Herangehensweise an die Fragen der Energiewende.

Des Weiteren hat die KEVU heute das von unserer Regierungsrätin Carmen Walker Späh erarbeitete Förderprogramm für Ladestationen für E-Fahrzeuge mit grosser Mehrheit unterstützt. Dieses wird bis 2026 befristet den Einbau von Ladestationen am Wohnort und den Ausbau von Wasserstofftankstellen im ganzen Kanton mit einem Kreditrahmen von 50 Millionen Franken fördern. Gerade der Anreiz für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Mietshäusern und Stockwerkeigentumsobjekten ist sehr wichtig. Auch dieses Projekt entspricht dem liberalen Credo von gezielten Anreizen, verbunden mit einer effektiven und einfachen Umsetzung ohne grosse Bürokratie. Ursprung war eine durch die FDP 2019 im Kantonsrat eingereichte Motion gewesen.

So kann es weiter gehen! Und erst recht, wenn ich in den Kantonsrat gewählt werde. Bisher kann ich als Mitglied der Fachkommission Umwelt und Energie FDP Kanton Zürich in solchen Dingen nur beratend tätig sein. Im Kantonsrat kann ich aktiv mitgestalten. Damit das möglich ist, am 12. Februar Peter Metzinger panaschieren und kumulieren. Und treten Sie meinem UnterstützerInnen-Komitee bei  (hier klicken und ausfüllen)!

#FDPnachhaltig

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